Theresia Bauer: Vertrag für Haller Campus. Foto: Silas Stein/dpa
Theresia Bauer: Vertrag für Haller Campus. Foto: Silas Stein/dpa
Theresia Bauer: Vertrag für Haller Campus. Foto: Silas Stein/dpa
Theresia Bauer: Vertrag für Haller Campus. Foto: Silas Stein/dpa

Stuttgart, Samstag, 12. Januar 2019

Schwäbisch Hall behält Campus

Betrieb der Außenstelle der Hochschule Heilbronn wird vorerst bis ins Jahr 2034 verlängert.

von AXEL HABERMEHL

Schwäbisch Hall bleibt bis mindestens ins Jahr 2034 Hochschulstandort. Nach Informationen dieser Zeitung haben sich die Landesregierung, die Hochschule Heilbronn und diverse regionale Akteure verständigt, den Haller Campus als Außenstelle der Hochschule Heilbronn vorerst befristet weiterzuführen. Formal beschließen soll dies das grün-schwarze Kabinett kommende Woche, die Fraktionen sind sich aber einig.

In Schwäbisch Hall sind derzeit gut 1000 Studenten in mehreren Management- und Vertrieb-Fächern eingeschrieben. Land, Region und Privatwirtschaft finanzieren den 2008 aufgenommenen Campusbetrieb. Der bisherige öffentlich-rechtliche Vertrag dazu sah ein Auslaufen 2024 vor, er soll nun verlängert werden. Weiterhin zahlt das Land knapp 1,9 Millionen Euro, die Raumschaft bringt 660 000 Euro für den Hochschulbetrieb auf sowie 682 000 Euro für genutzte Gebäude.

„Nachdem die Gespräche mit den Vertretern der Raumschaft und der Hochschule Heilbronn zu einem positiven Verhandlungsergebnis bezüglich der grundsätzlichen Rahmenbedingungen geführt haben, kann nun eine Verlängerung des Vertrages unter den oben genannten Bedingungen angegangen werden“, heißt es in einer Kabinettsvorlage von Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne), die dieser Zeitung vorliegt. Für alle Beteiligten, besonders aber für Mitarbeiter und Professoren vor Ort sei das „ein Bekenntnis des Landes zu diesem erfolgreichen Hochschulstandort“ und „ein wichtiges Signal“. Damit trage man „der bisherigen guten Arbeit an Hochschule und Standort Rechnung“.

Den in der Region Schwäbisch Hall vorhandenen Wunsch, den Campus dauerhaft abzusichern und „in die Grundfinanzierung des Landes zu überführen“, lehnte das Ministerium aber ab. „Von Seiten des Wissenschaftsministeriums wurde in den Verhandlungen deutlich gemacht, dass aktuell keine Entscheidung über einen weiteren Ausbau des Campus Schwäbisch Hall getroffen werden kann“, schreibt Bauer.

Axel Habermehl

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