Aufmerksam und konsequent

22.03.2019

Aufmerksam und konsequent

Balingen-Weilstetten 2 will sich nach der Willstätt-Pleite rehabilitieren. Doch auch Saarpfalz steht unter Druck.

Klappe, die Dritte: Der HBW Balingen-Weilstet-ten 2 trifft am Samstagabend (19 Uhr, Westpfalzhalle Zweibrücken) erneut auf ein Team, das von akuten Abstiegsängsten geplagt wird. Es geht zum Vorletzten VTZ Saarpfalz.

Ganz knapp unterlag der HBW 2 am vergangenen Wochenende gegen Willstätt. Nun wartet mit Saarpfalz erneut ein Abstiegskandidat auf Julian Thomann & Co.
Ganz knapp unterlag der HBW 2 am vergangenen Wochenende gegen Willstätt. Nun wartet mit Saarpfalz erneut ein Abstiegskandidat auf Julian Thomann & Co. Foto: Moschkon

Mit Duellen gegen Mannschaften aus dem Ranglistenkeller kennen sich die Schwaben mittlerweile aus. Und dennoch haben sie zuletzt gegen Neuhausen/Filder und Willstätt ganz unterschiedliche Ergebnisse eingefahren.

Gegen den TSV gewannen die „Jung-Gallier“ auswärts mit 30:20, gegen Willstätt gab es am vergangenen Wochenende eine bittere 25:26-Heimniederlage. „Gegen Neuhausen hatten wir in der ersten Hälfte unsere Probleme, haben es nach der Pause aber sehr gut gemacht. Gegen Willstätt war wirklich nicht alles schlecht – aber wir haben es da einfach nicht geschafft, unsere Führung mal auszubauen“, vergleicht HBW 2-Kommandogeber André Doster die beiden Partien. Eins war jedoch an beiden Spieltagen gleich: Der Druck, der auf den Schultern des Kontrahenten lastete.

Und mit dem schlägt sich auch der morgige Gegner VTZ Saarpfalz herum – sogar noch mehr als die zurückliegenden HBW 2-Gegner. Denn während die ganz am Rand der gefährdeten Zone unterwegs sind, haben die Saarländer bereits einen Vier-Punkte-Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz.

Viermal in Folge musste sich die VTZ zuletzt geschlagen geben, die 26:36-Klatsche gegen Oppenweiler/Backnang tat besonders weh. Trainer Danijel Grgic rauschte nach dem Abpfiff wortlos in Richtung Kabine, bat dort seine Truppe zum Krisengespräch. Das dauerte beinahe eine Stunde, anschließend tauschte sich der ehemalige kroatische Nationalspieler noch mit seinem Trainerstab aus.

Auf jeden Fall ist klar: Gegen den HBW 2 wollen die Saarländer zeigen, dass sie es besser können. Nicht nur besser als zuletzt gegen den HCOB, sondern auch besser als in der Hinrunde gegen den HBW 2.

Da setzten sich die „Jung-Gallier“ nämlich vor heimischer Kulisse mit 29:17 durch – die höchste Saisonniederlage des Aufsteigers. „Wir sind Favorit, wir treten ambitioniert die weite Reise an“, versichert Doster, räumt jedoch ein: „Es ist nicht der einfachste Spieltag. Ich würde wirklich lieber woanders spielen. Aber da müssen wir jetzt durch.“

Denn trotz der mageren Punkteausbeute hat auch der Vorletzte seine Qualitäten. „Sie sind äußerst variabel in der Defensive und spielen sehr komplex im Angriff. Da nerven sie viel aus der zweiten Reihe und fordern eine hohe Aufmerksamkeit“, weiß der A-Lizenzinhaber.

„Überhaupt probieren und investieren sie extrem viel. Doch genau da liegt natürlich auch die Gefahr“, so Doster. Von seiner eigenen Truppe fordert der HBW 2-Coach viel Tempo im Angriff. „Wir müssen Bewegung reinbringen und den Ball laufen lassen – und das auch konsequent machen“, erklärt der Trainer.

Verzichten muss dieser voraussichtlich weiterhin auf Abwehrspezialist Christoph Foth. Wer im Zweitliga-Team aushelfen soll, ist noch offen. Doch unabhängig vom Personal wollen die Schwaben Zählbares aus Zweibrücken mitbringen – obwohl der Erfolgsdruck erneut nicht so hoch ist wie der beim Gegner.

Bodensee-Klub mit fünf Linkshändern

Konstanz. Der Aufstiegsaspirant HSG Konstanz treibt seine Personalplanungen voran. Nun wurde auch das Arbeitspapier von Fabian Maier-Hasselmann um zwei Jahre bis 2021 verlängert. In der neuen Saison soll zusammen mit Felix Krüger sowie Matthias Hild, Joschua Braun und Fynn Beckmann, der vom HBW Balingen-Weilstetten 2 an den Bodensee wechselt, die rechte Seite bilden. Zuletzt fehlte Maier-Hasselmann mehrere Wochen verletzungsbedingt.lb

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