„Eine soziale Stimme ist wichtig“

Balingen, 19.03.2019

Die Linke nominiert Kandidaten für Kreistagswahl

Die Linke tritt wieder zur Kreistagswahl an und möchte künftig mehr als nur einen Vertreter in dem Gremium haben. Kürzlich fand die Nominierungsveranstaltung in Balingen statt.

 

Die Linke tritt in allen sieben Wahlkreisen zur Kreistagswahl an. Bei der Nominierung am vergangen Freitag im Balinger Café La Gare erklärten sich zwölf Kandidatinnen und Kandidaten bereit, diese gesellschaftliche Verantwortung anzunehmen.

Die Kandidaten des Kreistags für die Linken wollen eine soziale Stimme in dem Gremium sein.
Die Kandidaten des Kreistags für die Linken wollen eine soziale Stimme in dem Gremium sein. Foto: Privat

Für den Wahlkreis Albstadt treten Matthias Haug, Sven Scholz und Sybille Frey an; für Balingen Jochen Lange und Wolfgang Pinkwart; für Hechingen Eberhard Jaensch und Toni Löffler; für Burladingen Anna Dörenkamp und Beate Knauer. Dazu kommen Sonja Wagner für Haigerloch-Bisingen, André Angele für Schömberg-Geislingen-Rosenfeld und Andreas Hauser für Meßstetten-Winterlingen.

Die Linke ist seit dem Jahr 2009 mit einem Mandat im Kreistag vertreten und steckt sich die weitere Präsenz als Minimalziel. Inhaltlich werden deutliche Verbesserungen bei den Unterstützungsangeboten für Menschen mit Behinderung, die Verantwortung des Landkreises bei der Schaffung bezahlbarer Wohnungen, zuverlässigerer und günstigerer öffentlicher Nahverkehr, die wohnortnahe Gesundheitsversorgung mit dem Zollernalbklinikum an zwei Standorten und der Förderung von Ärztehäusern, sowie soziales und menschenwürdiges Behördenhandeln ganz besondere Schwerpunkte sein.

Landesgeschäftsführer Bernhard Strasdeit führte aus, dass sich die Linke in den städtischen Zentren mittlerweile recht gut etabliert habe, sich aber in den ländlichen Kommunen immer noch sehr schwer tue. Deshalb sei er sehr froh, dass die Partei im Zollernalbkreis vertreten ist und dass das Engagement weiter gehe.

Kreisrat Andreas Hauser berichtete von seinem bisherigen Wirken im Gremium und darüber hinaus. Als Einzelkämpfer seien die Möglichkeiten ziemlich eingeschränkt, dennoch bestünden genügend Wirkungsmöglichkeiten.

So könne er inzwischen eine offenere Grundhaltung gegenüber sozialen Fragen im Kreistag selbst, aber auch in den Behörden feststellen. Er wirkte mit, dass Förderanträge durchgingen und konnte in zahlreichen Einzelanfragen weiterhelfen.

Eine soziale Stimme sei enorm wichtig, damit die Sorgen und Nöte derer überhaupt angesprochen werden, die ansonsten viel zu leicht vergessen würden, so Hauser. Viel besser noch als bisher wäre dies mit mehreren Köpfen oder gar als Fraktion zu machen. Es gäbe noch sehr viel zu tun, zumal sich die Kreisverwaltung viel zu oft am gesetzlich vorgegebenen Minimum orientiere, anstatt auch mal freiwillige Akzente zu setzen, so der Linken-Kreisrat.

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