Albstadt-Laufen, 10.03.2019

Lob für die gute Jugendarbeit

Das Kommando der Gesamtfeuerwehr zog eine positive Bilanz. Im vergangenen Jahr gab es 346 Einsätze.

 

Die Abteilungsfeuerwehr Lautlingen um Michael Angele war Ausrichter der Hauptversammlung, die aus Platzgründen in der Festhalle Laufen stattfand.

Der Besuch lag deutlich über den Vorjahren. Das mag auch daran liegen, dass seitens der Verwaltung die jahrelang gebetsmühlenartig angeprangerten schlechten Zustände der Feuerwehrhäuser in Angriff genommen wurden. Was zugleich einer Anerkennung der geleisteten Arbeit gleichkommt.

Einsatzstunden gehen zurück

Der Jahresbericht von Stadtbrandmeister Michael Adam beinhaltete erneut positive Zahlen. Die Albstädter Feuerwehr könne in seiner zwölfjährigen Dienstzeit entgegen dem bundesweiten Trend ihre stabile Entwicklung halten.

Die Gesamtwehr hat aktuell 467 (Vorjahr 474) Angehörige, darunter 289 Aktive. In deren Reihen sind 13 Frauen, hier könnte noch zugelegt werden. Neun Übernahmen aus der Jugend und ebenso vielen Neueintritten stünden 16 Austritte gegenüber.

Adam nannte dafür überwiegend Studenten, welche nach ihrem Studium wieder wegziehen. Auch seien die erfreulichen Zahlen auf eine sehr gute Jugendarbeit in den Abteilungen zurückzuführen. Die aktive Wehr hat einen Altersdurschnitt von rund 36 Jahren.

In den Abteilungen gibt es 145 (Vorjahr 152) Atemschutzgeräteträger, 61 erfasste Angehörige haben den Führerschein C/CE. Das Einsatzgeschehen erhöhte sich 2018 auf 346 Einsätze (Vorjahr 307). Im Gegensatz dazu gingen die Einsatzstunden von 8044 auf 5660 Stunden stark zurück. Was darauf beruhe, dass die Feuerwehren immer mehr als Hilfe zu Türöffnungen und für Rettungsdienste angefordert würden.

57 Prozent der Einsatzstunden mit knapp 230.000 Euro würden den Verursachern kostenpflichtig in Rechnung gestellt. Auf einem hohen Niveau blieben die Sicherheitswachdienste mit 2449 (2596) Stunden. 49 Aktive besuchten 14 verschiedene Lehrgänge.

Thomas Bay gab die Statistik des Tailfinger Atemschutzausbildungszentrums bekannt. 2018 wurden sechs Erstausbildungs-Lehrgänge durchgeführt. Bei 111 Belastungsübungen erfolgte die Fortbildung von 980 Atemschutzgeräteträgern. Das Team der Abteilung Tailfingen leistete auf der Anlage im Vorjahr 1044 ehrenamtliche Ausbildungsstunden.

Stadtjugendwart Steffen Grill konnte eine Zunahme von 83 auf 89 Jugendliche, darunter neun Mädchen, im Alter von zehn bis 17 Jahren, vermelden. Diese werden in sieben Abteilungen ausgebildet, wofür diese in den zweiwöchigen Dienstabenden rund 3200 ehrenamtliche Stunden aufbrachten. Über das rege Geschehen der Altersabteilung mit 89 Angehörigen informierte Sprecher Horst Koch.

Ihm zeige der sehr gute Besuch, dass hier ein Zusammengehörigkeitsgefühl gelebt werde, meinte Oberbürgermeister Klaus Konzelmann. Er reflektierte die Einsätze, bei welchen alle Abteilungen gefordert waren. Die 2011 gegründeten vier Ausrückebezirke hätten sich bewährt. Aus einzelnen Abteilungen sei eine große Wehr Albstadt entstanden.

„Uns ist bewusst, dass eure Arbeit unbezahlbar ist“, die Einsatzentschädigung sei entsprechend erhöht worden. Im Gegensatz zu vielen Feuerwehren im Land habe Albstadt eigene Fachleute in den Abteilungen, die sich gemeinsam an einem Tisch mit neuen Fahrzeugen auseinandersetzen.

Millionen werden investiert

Der OB führte rund sieben Millionen Euro an Investitionen 2019 und den weiteren Jahren für die Feuerwehrhäuser an. Auch sagte er zu, was heuer in einzelnen Abteilungen bemängelt wird, dass künftig eine regelmäßige Reinigung der Feuerwehrhäuser durch Dienstleister erfolge.

Von beeindruckenden Zahlen sprach der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Wolfgang Jetter. Den Jugendfeuerwehren attestierte er, einen guten Job zu machen. Auch sei der Kreis stolz auf die sehr gute Ausbildung im Atemschutzausbildungszentrum Albstadt. Feuerwehr und Polizei hätten viele Berührungspunkte, meinte Markus Lehmann.

Dem neuen Leiter des Polizeireviers Albstadt sind gegenseitiges Vertrauen und Respekt wichtig. Die Grüße des DRK überbrachte der stellvertretende Geschäftsführer im Kreisverband, Michael Graf. Er stellte eine unkomplizierte Zusammenarbeit beider Organisationen für Menschen in Not heraus. Horst Schweizer

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Frauen zählt gegenwärtig die Albstädter Feuerwehr. Das ist, verglichen mit der Gesamtzahl von 289 Aktiven, eher bescheiden. Es sind nämlich nicht einmal fünf Prozent. Die Zahl der Mitglieder liegt derzeit bei 467, sieben weniger als noch vor einem Jahr.

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