Foto
Foto: Laegler/Eibner-Pressefoto
Foto: Laegler/Eibner-Pressefoto

VS-Schwenningen, 09.03.2019

SERC: nur wenige Lichtblicke

Die Enttäuschungen überwogen bei den Wild Wings.

Als Wild-Wings-Trainer Pat Cortina Anfang November gefeuert wurde, zierten die Schwenninger das Ende der DEL-Tabelle. Sieben Punkte hatte das Schlusslicht nach den ersten 15 Partien gerade mal auf dem Konto.

In den neun Auswärtsspielen ergatterten die Schwenninger keinen einzigen Zähler. In der heimischen Helios-Arena fuhr der SERC nur einen Sieg nach regulärer Spielzeit ein: am 21. Oktober ein 5:3 gegen Iserlohn. Am ersten Spieltag gab es zudem einen 3:2-Erfolg nach Verlängerung gegen Nürnberg.

Großes Manko war die Offensive. Nach zehn Spielen hatten die Schwäne erst acht Tore erzielt. Nach Paul Thompsons Verpflichtung wehte ein neuer Wind am Bauchenberg. Von den ersten fünf Partien unter dem Engländer wurden vier gewonnen.

Zum Einstand gab es ein 4:3 nach Verlängerung gegen den deutschen Meister EHC München und ein glanzvolles 4:0 im Derby gegen Spitzenreiter Mannheim. Plötzlich schien wieder alles möglich. Die Schwenninger gaben die rote Laterne ab.

Doch der Dezember war ernüchternd. Einen Tag vor Jahresende setze es eine 1:8-Klatsche in Augsburg. Die Wild Wings waren wieder Letzter und auf Rang zehn fehlten 17 Punkte. Immerhin schmolz im Januar der Rückstand auf Platz zehn auf zehn Zähler.

Doch im Folgemonat verloren die Wildschwäne sechs von sieben Spielen. Die Auftritte waren teils desolat, so wie beim Kellerduell, das daheim gegen Wolfsburg mit 0:3 verloren ging. Teils stimmte nicht einmal der Einsatz und Torwart Dustin Strahlmeier, der sich fast alleine gegen die Niederlagen stemmte, wurde meist im Stich gelassen.

Für ein wenig Versöhnung sorgte aber am vorletzten Spieltag der 5:3-Heimerfolg gegen München. Damit hatten die Wild Wings den amtierenden deutschen Meister und Champions-League-Finalteilnehmer drei-mal in einer Saison bezwungen. Außerdem erfreulich: Stürmer Anthony Rech erzielte 19 Saisontreffer und war damit mehr als doppelt so erfolgreich wie in der Vorsaison.

Auch Kapitän Simon Danner, Marcel Kurth sowie die abwandernden Dominik Bittner (Wolfsburg) und Mirko Höfflin (Ingolstadt) waren Lichtblicke der Saison. Allerdings gab es mehr Enttäuschungen: der als Topspieler während der Runde verpflichtete Vili Sopanen, Stefano Giliati, Philip McRae ebenso wie Tobias Wörle und Marc El-Sayed.

Auch die Verteidiger Jussi Timonen und Benedikt Brückner (im Bild) sowie der lange verletzte Kalle Kaijomaa konnten in keinster Weise überzeugen. Von den Angreifern Ville Korhonen und Istvan Bartalis hatte man sich am Neckarursprung auch deutlich mehr als je acht Tore erwartet. Auch Rihards Bukarts (neun Treffer) blieb einiges schuldig.

Deshalb sehnen sich die Schwenninger nach neuem Personal, das die Offensive belebt. Allerdings wurden auch beim gestrigen SERC-Saisonabschluss keine Neuzugänge für die nächste Runde bekannt gegeben.

Kommentare unserer Leser

Bitte beachten: Ab sofort können nur noch Abonnenten kommentieren. Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.
counter