Fliegende Torten und sportliche Höchstleistungen: die Fotos aus Heinstetten
Foto: Werner Lissy

Meßstetten-Heinstetten, 03.03.2019

Fliegende Torten und sportliche Höchstleistungen: die Fotos aus Heinstetten

Einen Höhepunkt in der Heinstetter Ortsfasnet bildete am Wochenende der Hau-Giebler-Ball am Samstagabend, sowie der närrische Frühschoppen mit den Laizer Musikanten und der anschließenden Kinderfasnet am Sonntag. Mit Fotostrecke.

von Werner Lissy  

Für die närrisch gute Einstimmung auf einen unterhaltsamen Abend mit attraktiven Darbietungen, Sketchen und Tanzvorführungen, sorgte zu Beginn des Hau-Giebler-Balls die Musikkapelle Heinstetten unter der Leitung von Dirigent Thomas Moosbrucker. Bei den karnevalistischen Liedern durfte natürlich das Badener Lied nicht fehlen, das von allen Besuchern kräftig mitgesungen worden ist.

Zunftmeister Tobias Roth durfte unter den zahlreichen Gästen auch den 1. Landesbeamten Matthias Frankenberg, den Präsidenten des Narrenfreundschaftsrings Schwarzwald-Baar-Heuberg, Kurt Szofer, sowie den Ortsvorsteher Thomas Deufel willkommen heißen.

Dann gab er für die Moderation des fast fünfstündigen Programms das Mikrofon an Felix Steidle ab, der wie gewohnt mit viel Witz und Humor die tollen Darbietungen angekündigt hat.

Dem großen Aufmarsch von den Gardetänzerinnen, den Hästrägern mit den Hau-Giebel-Masken, dem Narrenrat und den Gildemännern folgten der Hau-Giebler-Maskentanz, sowie die 15 Jungs vom Nachwuchs der Gilde, die mit dem Holzhackertanz das Publikum begeistert haben. Viel Beifall gab es auch für die acht bis 14 Jahre jungen Mädchen von der Mädchengarde, sowie die Tanzgarde mit den Tänzerinnen im Alter von 15 bis 23 Jahre.

Schnell reagiert haben die Männer vom Gildechor, die mit ihrer erfrischenden Darbietung „Hirsch Narriator“ den erst vor knapp einem Monat stattgefundenen „Rothaus-Mudiator“ mit sportlichen Übungen nachempfunden haben. Dabei mussten die Teilnehmer einen Limbo-Tanz, einen gewagten „Hirschsprung“ über einen Hirsch bewältigen, einen Schuhplattler tanzen, ein Lied singen und ein junges Mädchen auf einer Leiter tragen um sie dann zu vermessen.

Das brachte die Gäste in gute Stimmung und bei der Schunkelrunde, die von den „Teddy-Bärs“, die das ganze Programm musikalisch begleiteten und danach zum Tanz aufgespielt, wurde kräftig mitgeschunkelt und mitgesungen.

Einen fetzigen Tanz hat die Kindershowtanzgruppe „Teens on Fire“ dargeboten, wonach einige Mitglieder vom Narrenrat und der Gilde einen lebhaften Sketch um die Bewerbungen für einen Berichterstatter des Narrenblättles zu beurteilen. Für alle zur großen Überraschung wurde hierzu auch Matthias Frankenberg, in das Bewertungsgremium aufgenommen.

In Kittelschürze und mit Kopftuch gekleidet gab er sich als Personalratsvorsitzender und gleichzeitiger Putzfrau zu erkennen. Bei diesen Bewerbungen ging es recht turbulent zu und es wurde einem Bewerber sogar eine Torte ins Gesicht geworfen, das nicht nur großes Gelächter unter den Besuchern, sondern auch eine große Sauerei auf dem Boden bewirkte. Am Ende wurden alle Bewerber abgelehnt und so sucht man weiter nach einem Schreiberling für das Narrenblättle.

Die Gardetänzerinnen des „älteren Semesters“ zeigten sich bei ihrem Tanz anlässlich des 50jährigen Bestehens der Tanzgarde noch in bester Form und haben einen mitreißenden Tanz dargeboten.

Nachdem im vergangenen Jahr erstmals ein Meßstetter eine Büttenrede gehalten hatte, wurde er auch in diesem Jahr wieder in die „Bütt“ gebeten. Da kam Johannes Frankenberg als edler Ritter gekleidet und hat durch die närrische Brille das Vereinsgeschehen der Heinstetter Vereine beleuchtet.

Dabei kamen so manche Missgeschicke und „Vergehen“ zur Sprache. Der Sportverein, die Fußballabteilung, möchte eine Spielerfussion mit Spielern aus Hartheim und Unterdigisheim eingehen und könnte dann als „Hartamer Giebel-Mäus“ gemeldet werden. Auch weitere Begebenheiten von der Musikkapelle, den Auftritten bei Narrenumzügen und sonstigen Festen wurden schonungslos aufgedeckt.

Im wahrsten Sinn des Wortes ging bei den Tänzerinnen und Tänzern des Container-Teams der Punk ab. Sie zeigten als Punker kostümiert eine furiose Tanzgestaltung, für die es ebenfalls brausenden Applaus gegeben hatte.

Das „Grobgünstige Narrengericht“, gehalten von Ringpräsident Kurt Szofer als Kläger und Felix Steidle als Richter, hatte einige „Sünder“ unter anderem den gesamten Narrenrat, dem das Unterlassen des Aufhängens der Fasnetsbändel vorgeworfen worden ist, vorgeladen. Nach zähen Verhandlungen gab es doch milde Richtersprüche, mit denen die Beschuldigten einverstanden waren.

In einem großen Finale präsentierten sich alle Teilnehmer nochmals dem rauschenden Beifall spendenden Publikum, das dann die Gelegenheit hatte, noch selbst in Aktion zu treten und das Tanzbein zu schwingen.

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