Dringender Handlungsbedarf

Lautlingen, 22.02.2019

Dringender Handlungsbedarf beim Lautlinger Feuerwehrhaus

Das Lautlinger Feuerwehrhaus weist erhebliche Mängel auf. Das Thema stand bei der Korpsversammlung der Abteilung erneut auf der Agenda.

Die Kritik von Abteilungskommandant Michael Angele war eine andere als die Jahre zuvor. Positiv stellte er heraus, dass das Feuerwehrhaus im Vorjahr mit einem funktionierenden Highspeed-Internetanschluss ausgestattet wurde. Somit sei es endlich möglich, Verwaltungsaufgaben auszuführen.

Das Lautlinger Feuerwehrgerätehaus ist nicht mehr zeitgemäß nutzbar. Der geplante Neubau sollte nach Ansicht der Abteilung nicht länger hinausgeschoben werden.
Das Lautlinger Feuerwehrgerätehaus ist nicht mehr zeitgemäß nutzbar. Der geplante Neubau sollte nach Ansicht der Abteilung nicht länger hinausgeschoben werden. Foto: Horst Schweizer

„Ich denke, die Umstände und die Mängel an unserem Feuerwehrhaus sowie die Maßnahmen, die wir in den letzten zehn Jahren immer wieder aufgegriffen haben, sind mittlerweile hinlänglich bekannt“, so Angele.

Aus seiner Sicht seien die deutlichen Worte von Stadtbrandmeister Michael Adam bei der letztjährigen Hauptversammlung der Albstädter Wehr in Onstmettingen und die Beharrlichkeit von Ortsvorsteherin Juliane Gärtner von der Stadtverwaltung erkannt worden.

Erste dringend erforderliche Maßnahmen seien bei den Gerätehäusern Pfeffingen und Tailfingen angegangen worden, welche sich in der mittelfristigen Finanzplanung bis ins Jahr 2022 erstrecken.

Neubau lässt auf sich warten

In den Folgejahren seien vom Gemeinderat jeweils 1,5 Millionen Euro für Neubauten der Gerätehäuser Lautlingen und Laufen vorgesehen.

„Die Priorisierung der Maßnahmen in Pfeffingen und Tailfingen wurde seitens der Verwaltung mit nachvollziehbaren und stichhaltigen Argumenten begründet und kommuniziert, wir akzeptieren dies und tragen die Entscheidung mit“, meinte Michael Angele.

Er erinnerte den seit Jahren geäußerten Wunsch, dass sich Erster Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Anton Reger der Dringlichkeit der Angelegenheiten mit dem gebotenen Engagement widmen möge.

Aus seiner Sicht muss im Haushalt 2020 in der mittelfristigen Finanzplanung zumindest bei einem der beiden Gerätehäuser Lautlingen oder Laufen der Vermerk „in den Folgejahren“ entfernt und die Maßnahme mit einer klaren Jahreszahl festgeschrieben werden.

Eine zeitnahe konkrete Planung müsse erfolgen und nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden. Ohne einen Plan in der Tasche und eine damit verbundene realistische Kostenschätzung werde es nicht möglich sein, die Zustimmung des Gemeinderates zu einer Baumaßnahme zu erhalten.

Altbekannte Argumente der Stadtverwaltung, dass die Planungskapazitäten des Hochbauamtes erschöpft sind, dürften nicht länger angeführt werden. Hierfür gebe es dann auch Planungsleistungen von Fremdfirmen.

Kurzfristige Maßnahmen angedacht

Kurzfristig sollte eine neue Haustüre, ein anderes Tor an der MTW-Garage, funktionierende Elektrogeräte in der Küche sowie die Erneuerung der herabfallenden Tapeten im Mannschaftsumkleideraum ausgeführt werden.

Gerade dort sehen Michael Angele wie auch Stadtbrandmeister Adam absehbar ein großes Problem. Während in den anderen Jugendabteilungen der Albstädter Wehr überwiegend Buben seien, sei dies in Lautlingen umgekehrt.

Sechs Mädchen sind mit Begeisterung dabei und werden bald zu den Aktiven stoßen. „Welche junge Frau wird sich dann bei Einsätzen oder Übungen zwischen 25 älteren Männern umziehen?“

Lautlingen laufe dann Gefahr, sollte keine getrennte Umkleidelösung geschaffen werden, dass die jungen Frauen ihren Dienst beenden. „Das darf nicht sein, Albstadt braucht jeden Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau.“

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