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Meßstetten, 09.02.2019

Feuerwehr rettet zehn Bewohner und zwei Hunde bei Kellerbrand in Meßstetten

Die Feuerwehren aus Meßstetten und Albstadt waren am Samstagabend im Großeinsatz: Einsatzkräfte retteten zehn Bewohner und zwei Hunde über die Balkone aus einem Mehrfamilienhaus im Bueloch.

Ein Großeinsatz der Feuerwehr und des Roten Kreuzes in der Friedrich-List-Straße in Meßstetten hat am Samstagabend für Aufsehen im Wohngebiet Bueloch gesorgt. 

Feuerwehrmann Jonas Stiegele hält einen der geretteten Hunde im Arm, der andere ist im Arm seines Kollegen.
Feuerwehrmann Jonas Stiegele hält einen der geretteten Hunde im Arm, der andere ist im Arm seines Kollegen. Foto: Pascal Tonnemacher

In einem Keller eines Mehrfamilienhauses mussten die Einsatzkräfte aus Meßstetten und Albstadt einen massiven Brand löschen, sagt Einsatzleiter Ralf Smolle.

Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen

Warum die Matratze und mehrere Müllsäcke dort in Brand geraten waren, ist bislang unklar. Die Polizei ermittelt, kann aber eine vorsätzliche oder zumindest fahrlässige Brandstiftung nicht ausschließen. 

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Meßstetten unter Telefon 07431/9353190 entgegen. Am Gebäude entstand Sachschaden in Höhe von 40.000 Euro.

Feuerwehr rettet mit Leitern über die Balkone

Insgesamt zehn Bewohner retteten sich vor dem Rauch, der aus dem Treppenhaus in die Wohnungen zog, auf ihre Balkone an der Rückseite des Hauses. Dort retteten die Feuerwehrleute die Bewohner sowie zwei Hunde über Steckleitern, da die Rückseite des Hauses nicht zugänglich für die Drehleiter war. 

„Wir mussten die Bewohner animieren, nicht in die Wohnung zurückzugehen,“ sagt Smolle. „Sie haben sehr besonnen darauf reagiert.“

Vier, nicht wie zuerst bekanntgegeben drei, der zehn geretteten Bewohner kamen laut Polizei vorsorglich wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. 

Auch Meßstettens Bürgermeister Frank Schroft war am Abend vor Ort. Zusammen mit dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Joachim Rebholz und Einsatzleiter Ralf Smolle sowie dem Ersten Landesbeamten Matthias Frankenberg und Tobias Böttner vom Ordnungsamt besprachen sie eine eventuelle Unterbringung der geretteten Bewohner.

Noch am Samstagabend wurden die Wohnungen nach der Belüftung durch die Feuerwehr wieder freigegeben, die Bewohner konnten die Nacht dort verbringen.

Insgesamt 78 Feuerwehrleute aus Meßstetten und Albstadt, sowie 29 Einsatzkräfte des Roten Kreuzes waren mit insgesamt 21 Fahrzeugen im Großeinsatz. 

Sowohl aus dem 2. Obergeschoss als auch aus dem 1. Obergeschoss retten die Feuerwehrleute die Bewohner.
Sowohl aus dem 2. Obergeschoss als auch aus dem 1. Obergeschoss retten die Feuerwehrleute die Bewohner. Foto: Pascal Tonnemacher

Feuerwehrleute retten Bewohner, anfangs noch mit kleiner Beleuchtung, von den Balkonen.
Feuerwehrleute retten Bewohner, anfangs noch mit kleiner Beleuchtung, von den Balkonen. Foto: Pascal Tonnemacher

Feuerwehrleute besprechen die Lage, ein Atemschutzträger steht bereit, um die Wohnungen zu durchsuchen und zu lüften.
Feuerwehrleute besprechen die Lage, ein Atemschutzträger steht bereit, um die Wohnungen zu durchsuchen und zu lüften. Foto: Pascal Tonnemacher

Rauch dringt aus einem Schacht und zwei Feuerwehrleute sichern die Steckleiter für ihre Kollegen.
Rauch dringt aus einem Schacht und zwei Feuerwehrleute sichern die Steckleiter für ihre Kollegen. Foto: Pascal Tonnemacher

Feuerwehrleute retten eine Bewohnerin über die Leiter vom Balkon.
Feuerwehrleute retten eine Bewohnerin über die Leiter vom Balkon. Foto: Pascal Tonnemacher

Über vier dieser Balkone retteten die Feuerwehrleute die Bewohner.
Über vier dieser Balkone retteten die Feuerwehrleute die Bewohner. Foto: Pascal Tonnemacher

Meßstettens Bürgermeister Frank Schroft (links) bespricht die Situation mit Einsatzleiter Ralf Smolle (Zweiter von links) und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Joachim Rebholz (Zweiter von rechts).
Meßstettens Bürgermeister Frank Schroft (links) bespricht die Situation mit Einsatzleiter Ralf Smolle (Zweiter von links) und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Joachim Rebholz (Zweiter von rechts). Foto: Pascal Tonnemacher

Bestens ausgerüstet mit Schneeketten sind die Meßstetter Feuerwehrautos. Doch die Rückseite des Hauses in der engen und beparkten Friedrich-List-Straße war für das Drehleiterfahrzeug nicht zugänglich.
Bestens ausgerüstet mit Schneeketten sind die Meßstetter Feuerwehrautos. Doch die Rückseite des Hauses in der engen und beparkten Friedrich-List-Straße war für das Drehleiterfahrzeug nicht zugänglich. Foto: Pascal Tonnemacher

Das Rote Kreuz versorgt die Einsatzkräfte beim Großeinsatz.
Das Rote Kreuz versorgt die Einsatzkräfte beim Großeinsatz. Foto: Pascal Tonnemacher

Feuerwehrleute besprechen das Vorgehen, nachdem die Bewohner gerettet sind und das Treppenhaus belüftet werden muss.
Feuerwehrleute besprechen das Vorgehen, nachdem die Bewohner gerettet sind und das Treppenhaus belüftet werden muss. Foto: Pascal Tonnemacher

Das Einsatzleitungs-Fahrzeug steht am Rand der Friedrich-List-Straße.
Das Einsatzleitungs-Fahrzeug steht am Rand der Friedrich-List-Straße. Foto: Pascal Tonnemacher

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