Panoramablicke und Radpannen
Christian Künstle, Michael Ruoff, Elvir Mustafic und Uwe Müller strahlen um die Wette. Gemeinsam haben sie auf ihren Mountainbikes die Alpen überquert.
Christian Künstle, Michael Ruoff, Elvir Mustafic und Uwe Müller strahlen um die Wette. Gemeinsam haben sie auf ihren Mountainbikes die Alpen überquert. Foto: Privat
Christian Künstle, Michael Ruoff, Elvir Mustafic und Uwe Müller strahlen um die Wette. Gemeinsam haben sie auf ihren Mountainbikes die Alpen überquert.
Christian Künstle, Michael Ruoff, Elvir Mustafic und Uwe Müller strahlen um die Wette. Gemeinsam haben sie auf ihren Mountainbikes die Alpen überquert. Foto: Privat

Schlichemtal, 17.08.2018

Panoramablicke und Radpannen

Die vier Freunde Christian Künstle, Michael Ruoff, Elvir Mustafic und Uwe Müller haben sich einen Traum erfüllt. Sie wurden bei ihrer Alpenüberquerung von Ehrwald an den Gardasee von schönstem Wetter begleitet.

 

Vor über einem Jahr hatten Christian Künstle und Michael Ruoff die Idee, einen Alpencross zu unternehmen. Ebenfalls davon begeistert waren Elvir Mustafic und Uwe Müller – somit war das Quartett perfekt. Schnell waren sich alle einig, dass sie die Tiur in Eigenregie planen und durchführen wollen. Über die gesamte Strecke wurde das Quartett von perfektem Wetter und tollen Kulissen begleitet.

Das Abenteuer startete an einem Montag in Ehrwald an der Zugspitze. Vorbei am Dierstentrittkreuz mussten sie eine herausfordernde Schotterabfahrt ins Tiroler Oberland absolvieren. Am späten Nachmittag erreichten sie das erste Etappenziel Zams.

Der zweite Tag begann sehr früh, denn es warteten über 80 Kilometer und rund 2000 Höhenmeter auf die motivierten Biker. Erst verlief die Strecke leicht ansteigend über See und Kappl bis nach Ischgl; dann ging es von 2800 Meter einen langen Singletrail hinab ins Tal bei Samnaun. Auf Schweizer Boden musste dann noch die letzte Hürde zur Norbertshöhe gemeistert werden, um das Ziel Nauders zu erreichen. Hier mussten die ersten technischen Defekte in einer Radwerkstatt behoben werden.

Der dritte Tag war atemberaubend schön. Nach einer sehr langen Auffahrt wurde zu Fuß die berühmte Uinaschlucht im schweizerischen Unterengadin durchquert. Zwischen 1908 und 1910 wurde auf eine Länge von 600 Metern und einer Breite von 1,30 Meter ein Felsenweg gesprengt. Nachdem dieser überwunden war, wurde in der Sesvennahütte Rast gemacht, und es fand ein Austausch der Eindrücke statt. Nach langen Singletrailabfahrten wurde das schöne Vinschgau durchquert. Schließlich wurde das nächste Ziel Schlanders in Südtirol erreicht.

Am vierten Tag ging es wiederum hoch hinauf zum Vigiljoch. Es waren beeindruckende Ausblicke bis in die Dolomiten. Nach sehr viel Trailanteil wurde abends das nächste Etappenziel Tscherms erreicht.

Am nächsten Tag ging es zunächst durch Meran, um mit der Seilbahn „Meran 2000“ zu erreichen. Nachdem auf der Hochebene von Mt. Sarentini der 360- Grad-Panoramablick ein Genuss war, ging es weiter auf einem langen Höhentrail mit wechselndem Terrain. Hier musste eine Zwangspause eingelegt werden, da ein technischer Defekt notdürftig repariert werden musste. Doch auch das schafften die vier und die technisch schwierige Abfahrt nach Bozen konnte in Angriff genommen werden. Hier war dann wiederum ein Radprofi gefragt und das Notwendigste wurde fachmännisch repariert. Die restliche Fahrt nach Auer lief reibungslos.

Am Samstag früh ging es dann zu der sechsten und somit letzten Etappe mit 107 Kilometern und 1500 Höhenmetern. Es ging nahe dem Kalterer See entlang von wunderschönen Weinplantagen nach Andalo, wo wiederum die Seilbahn genutzt wurde, um den Berggipfel zu erreichen. Der Lohn war ein atemberaubendes Bergpanorama und der einmalige Blick auf den Gardasee. Nach steiler Abfahrt wurde das Ziel Torbole am Gardasee erreicht. Es waren alle stolz und genossen den Abend bei Vino und Pasta. In Summe legte das Quartett 460 Kilometer und rund 10.000 Höhenmeter zurück.

Die vier sind sich einig, dass sie dieses Radabenteuer in zwei Jahren gemeinsam wiederholen werden.

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