Handwerk kürt seine neuen Meister
36 neue Meisterinnen und 254 neue Meister aus dem Kammerbezirk erhalten ihren Meisterbrief
Balingen, 18.10.2010
Insgesamt 36 neue Meisterinnen und 254 neue Meister aus dem Kammerbezirk haben aus der Hand von Präsident Joachim Möhrle ihren Meisterbrief erhalten. Und die „frisch gebackenen“ Jungmeisterinnen und Jungmeister zeigten strahlende Gesichter und hatten offensichtlich alle Anstrengungen, Entbehrungen und Prüfungsängste vergessen.
Präsident Joachim Möhrle lobte das Engagement der jungen Handwerkergeneration, die durch den Abschluss ihrer Weiterbildung bereits Unternehmergeist bewiesen und neben Können und Leistungswillen auch Durchsetzungsvermögen gezeigt haben. Es werde immer wieder daran erinnert, so der Handwerkskammer-Präsident, welch starker Motor die Handwerksbetriebe für die deutsche Wirtschaft sei. Dazu passte dann auch das selbstbewusste Motto der Veranstaltung: „Die sichersten Wertpapiere gibt es immer noch im Handwerk“. Möhrle appellierte aber auch an die jungen Handwerker, sich ihrer Verantwortung zu stellen, denn im Meisterbrief sehe der Kunde ein Zertifikat für Kompetenz und Qualität.
Kurz streifte Möhrle die aktuelle Wirtschaftslage. Danach können die Handwerksbetriebe mit dem abgelaufenen Sommerquartal nicht nur rundum zufrieden sein, sondern zuversichtlich in die Zukunft blicken. Er sah jedoch mit dem Auslaufen der Konjunkturprogramme zum Jahresende für die Bauhandwerke auch spürbare Folgen.
Geschickt und charmant moderierte Steffi Renz den Verlauf der Veranstaltung. Für nachdenkliche Unterhaltung zwischendurch sorgte Johannes Warth, der sich als „Ermutiger“ und Überlebenskünstler präsentierte. Mit tiefsinnigem Humor und lustigen Wortspielereien hat er das Publikum gebannt und eindrucksvoll gezeigt, wie man Ernsthaftes brillant vermitteln kann. So erklärte er den gravierenden Unterschied zwischen „A-Ratern“ und „B-Ratern“: die mit „A“ haben Ahnung, die mit „B“ wissen „a bissle Bescheid“. Zur inneren und äußeren Stärkung ermutigte Johannes Warth die Jungmeisterinnen und Jungmeister mit dem Hinweis: „Bleiben sie frohlockend, dann wirken sie echt, authentisch und packen neue Ziele mutig an“.
Der junge Zimmerermeister Fabian Rhode schilderte in Balingen die nicht immer einfache Zeit der Meisterausbildung: „Der Weg war das Ziel, aber jetzt steht die Praxis im Vordergrund!“
