„Ergebnis ist der Wahnsinn“

Bürgermeisterwahl: Im Sauseschritt zum Sieg – Sehr hohe Beteiligung

Obernheim, 11.10.2010 von Volker Schweizer

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„Das Ergebnis ist der Wahnsinn“, rief Josef Ungermann gestern Abend „seinen“ künftigen Obernheimern zu. Sie katapultierten ihn mit 95,1 Prozent der Stimmen auf den Chefsessel im Rathaus.

Um kurz nach 18.30 Uhr stand das Ergebnis der Bürgermeisterwahl fest. Zehn Minuten später trat (Noch-)Schultes Georg Maier vor die zahlreich erschienenen Bürger, die trotz Kälte in die Dorfmitte gekommen waren. Bevor die mit Spannung erwarteten Zahlen verkündet wurden, spannte der Musikverein die wartende Schar mit einem Marsch noch etwas auf die Folter. Dann wurde es ernst. Maier gratulierte zuerst den Obernheimern zur hohen Wahlbeteiligung, um dann den im „Sauseschritt errungenen Sieg“ von Josef Ungermann zu verkünden. Er wünschte Ungermann die erforderliche Kraft, Freude an der Arbeit, Mut zu neuen Ideen, „und dem Gemeindeschiff Obernheim allzeit eine gute Fahrt“.

Josef Ungermann sah man die Freude über den haushohen Sieg deutlich an. Nachdem er ein Tränchen weggewischt hatte, wurde er von seiner Frau und seinen beiden Söhnen in die Arme genommen. Gleich danach reichte ihm sein Herausforderer Andreas Kusch die Hand und sprach ein paar Takte mit ihm – eine schöne Geste.

Nach einem Auftritt des Männergesangvereins stand aber der neue Bürgermeister im Mittelpunkt. Josef Ungermann gab zu, dass er so ein Ergebnis in der Höhe nicht erwartet hätte. Er dankte seiner Familie für die „Super-Unterstützung“ im Wahlkampf, und den Obernheimern für die stets offene Aufnahme bei allen Terminen und Besuchen an der Haustür. Nun müssten Lösungen für seine Nachfolge im Tailfinger Bürgerbüro, als Personalratsvorsitzender bei der Stadt Albstadt und als Dirigent des Musikvereins Straßberg gefunden werden. Vor seinem Amtsantritt Anfang Januar 2011 möchte sich der 44-Jährige auch noch eine Woche Urlaub gönnen.

 

STIMMEN ZUR WAHL

Andreas Kusch: Ich hätte mich gefreut, wenn es geklappt hätte. Das Ergebnis ist meinem Aufwand entsprechend nicht so deutlich ausgefallen. Eine Kandidatur bei einer anderen Bürgermeisterwahl schließe ich nicht aus. Dann werde ich die Sache aber anders anpacken.

Bürgermeister-Stellvertreter Dr. Johannes Huber: Der fleißige Wahlkampf wurde honoriert. Ich denke, dass wir einen fleißigen Bürgermeister bekommen haben.

Günther Moser, zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderates: Das Ergebnis ist überwältigend. Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.

René Schatz, Zunftmeister der Hexenzunft: Das Ergebnis passt, es ist gut für die Obernheimer Vereine.

Frank Oehrle, Vorsitzender des TSV: Josef Ungermann ist während des Wahlkampfes von Haustür zu Haustür – bei Wind und Wetter. Er hat sich den Sieg verdient. Einen besseren Start könnte man sich nicht wünschen. Deshalb: Herzlich willkommen in Obernheim.

Bürgermeister Alfons Kühlwein aus Nusplingen: Ein grandioser Wahlerfolg und eine überragende Wahlbeteiligung. Ich reiche Josef Ungermann die Hand zur Zusammenarbeit. Um die beiden Gemeinden Nusplingen und Obernheim auch zukünftig weiterentwickeln zu können, brauchen wir neue Formen der Kooperation.

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