Gemeinsam die Zukunft gestalten

Josef Ungermann ist ein menschlicher Umgang wichtig

Obernheim, 02.10.2010 von Volker Schweizer

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Seitdem Josef Ungermann seine Kandidatur bekannt gegeben hat, ist er stimmenwerbend im Dorf unterwegs. Er habe die vergangenen sechs Wochen genutzt, möglichst viele Bürger persönlich kennen zu lernen, vieles über Obernheim und Tanneck zu erfahren und auch Fragen aufzunehmen, die die Leute bewegen, sagte der 44-Jährige gestern Abend einleitend. Der Familienvater warb für sich in erster Linie als versierter Verwaltungsfachmann und Vereinsmensch. Prägnant begründete er seine Bewerbung: Weil die Einwohnergröße passt, die Infrastruktur stimmt, das Vereinsleben ausgeprägt ist und es gute Gewerbebetriebe gibt. Alle diese „wichtigen Faktoren“ wolle er erhalten, pflegen und weiterentwickeln – zusammen mit dem Gemeinderat und den Bürgern. Den Bürgern, Vereinen und Gewerbetreibenden möchte Ungermann ein guter und offener Ansprechpartner sein. Dabei, so betonte er, sei ihm ein menschlicher Umgang und eine „unkomplizierte Verwaltungsarbeit mit sehr kurzen Wegen“ wichtig. In seinem Ausblick stellte Ungermann eine „solide Finanzpolitik“ in den Vordergrund. Eine weitere Verschuldung müsse vermieden werden. Mit Kindergarten, Rathaus-Sanierung, Straßenbau-, Wasser- und Kanalmaßnahmen seien die wichtigsten Themen für die nächsten Jahre klar gesetzt. Auch eine bessere Internetanbindung stehe auf seiner Agenda. Sollten ihn die Obernheimer auf den Chefsessel hieven, möchte Josef Ungermann darüber hinaus die Entwicklung und Belebung des Ortskerns voranbringen, sei es durch Zuschüsse bei der Renovierung von alten Gebäuden oder durch Anreize für einen Abbruch. Abschließend versprach er, im Falle seiner Wahl sein Amt als Dirigent und andere Nebentätigkeiten aufzugeben, um sich voll und ganz der Aufgabe des Bürgermeisters widmen zu können. Aus verschiedenen familiären Gründen sei es aber nicht möglich, mittelfristig den Wohnsitz nach Obernheim zu verlegen. Er sicherte aber zu, eine Wohnung zu nehmen, „um präsent zu sein, wenn es erforderlich ist“. Mit dem Wunsch, „lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft von Obernheim und Tanneck gestalten“, endete seine Rede.

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