„Wir werden Sie vermissen“
Bewegende Abschiedsfeier für Albstadts Ersten Bürgermeister Axel Pflanz
Albstadt-Ebingen, 01.10.2010 von Dagmar Stuhrmann
Vierzig Dienstjahre verbinden Axel Pflanz mit dem Albstädter Rathaus. Fast elf davon war er Erster Bürgermeister. Dass ihm der Abschied von der Arbeit und von seinen Kollegen und Wegbegleitern schwer fällt, war bei der gestrigen Feier im Rathaus-Ratssaal mit anschließenden Stehempfang unübersehbar. Familiäre Gründe haben ihn bewogen, um die Entlassung aus dem Amt zu bitten, und Axel Pflanz bekräftigte in seiner Abschiedsrede, dass die Entscheidung richtig gewesen sei. Seine Frau Margarete, die ihn gestern begleitete und der er für die klaglose Unterstützung in all den Jahren dankte, habe ihm stets den Rücken gestärkt. Jetzt sei es an der Zeit, dies zurückzugeben.
Er gehe mit zwiespältigen Gefühlen, räumte Pflanz ein. Er sei von vielen Erinnerungen erfüllt. Sein Dank galt allen, die ihn auf seinem Weg begleiteten, u.a. Alt-OB Hans Pfarr, der gestern, obwohl er Geburtstag hatte, ebenso dabei war wie sein Nachfolger Hans-Martin Haller. Pflanz versprach: „Ich werde meiner Heimatstadt Albstadt weiterhin verbunden bleiben.“
OB Dr. Jürgen Gneveckow ließ Pflanz' berufliche Laufbahn Revue passieren, hob seine Verdienste um die Stadt Albstadt und sein Talent als „Krisenmanager“ hervor. „Sie haben nie gemurrt und selten geknurrt,“ beschrieb Dr. Gneveckow den Führungsstil des scheidenden Ersten Bürgermeisters. Als Abschiedsgeschenk überreichte der Oberbürgermeister Axel Pflanz ein Bild von Brigitte Wagner mit dem symbolträchtigen Titel „Steinige Weite“.
Mit der Unterzeichnung der Entlassungsurkunde wurde der offizielle Akt vollzogen. Als ältestes Mitglied des Gemeinderats und „Ältester an Dienstjahren“ würdigte Dr. Jürgen Häffner von den Freien Wählern Axel Pflanz' Leistungen. Er habe in seinem „Job, der kein leichter war“, viel erreicht für die Stadt und ihre Bürger. Dr. Häffner zollte Axel Pflanz Anerkennung für seinen unermüdlichen Einsatz und seine offene, ehrliche Art, dafür, dass er für den Gemeinderat immer ein fairer Verhandlungspartner gewesen sei, der in Diskussionen stets sachlich geblieben sei und Niederlagen akzeptiert habe, ohne nachzukarren. Häffners Fazit: „Wir werden Sie vermissen.“
