Kandidaten auf dem Prüfstand

Bürgermeisterwahl: Josef Ungermann und Andreas Kusch stellen sich am Freitag vor

Obernheim, 30.09.2010 von Volker Schweizer

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Der Wahlkampf geht in die heiße Phase: Am Sonntag in einer Woche entscheiden die Obernheimer, wer ihr neuer Bürgermeister werden wird. Josef Ungermann oder Andreas Kusch?

Bei der offiziellen Kandidatenvorstellung am Freitag, 1. Oktober, in der Mehrzweckhalle besteht für die Bürger die Möglichkeit, die beiden Bewerber genauestens unter die Lupe zu nehmen. Die Versammlung beginnt um 19.30 Uhr und wird von Bürgermeister Georg Maier, der nach fast 24-jähriger Amtszeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl angetreten ist, geleitet.

Josef Ungermann und Andreas Kusch stellen dabei sich und ihr Wahlprogramm vor. Beide erhalten dafür jeweils eine Viertelstunde Zeit. Ebenfalls maximal 15 Minuten dürfen Fragen an die Kandidaten gestellt werden. Während der Vorstellung und der Fragerunde muss der Mitbewerber in die Schule. Es kommt also zu keinem verbalen Zweikampf.

Gespannt sind die Obernheimer sicherlich auf Andreas Kusch. Im Gegensatz zu Josef Ungermann hat er zu keiner Wahlveranstaltung eingeladen und keine Prospekte unters Volk gebracht. Auf Anfrage des ZOLLERN-ALB-KURIER hatte er, nachdem die Bewerbungsfrist abgelaufen war, mitgeteilt, dass er sein Hauptaugenmerk auf die öffentliche Kandidatenvorstellung legen wolle: „Die Veranstaltung bietet mir die Gelegenheit, alle Obernheimer direkt anzusprechen.“ Josef Ungermann ist, nachdem er seine Kandidatur bekannt gegeben hatte, auf Wahlkampftour durch die Gaststätten. Er verteilte Prospekte, besuchte die Vereine, die Feuerwehr, die Gewerbebetriebe, sprach mit Vertretern der Kirche. „Der persönliche Kontakt ist mir sehr wichtig“, betonte er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Josef Ungermann war der erste Kandidat. Der 44-Jährige aus Tailfingen, Leiter des Tailfinger Bürgerbüros und Personalratsvorsitzender der Stadt Albstadt, hatte am Mittwoch, 25. August, um 11 Uhr seine Unterlagen persönlich überreicht. Am Mittwoch, 1. September, um 11.30 Uhr ist die Bewerbung von Andreas Kusch aus Burladingen mit der Post eingegangen. Er ist 37 Jahre alt und arbeitet seit April 1994 als Polizeivollzugsbeamter bei der Bundespolizei.

Auf dem Stimmzettel erscheinen die Namen der Kandidaten in der Reihenfolge des Eingangs ihrer Unterlagen. Die Bewerbervorstellung am Freitag läuft nach dem gleichen Modus ab.

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Weitere Infos

Gewählt wird in Obernheim am Sonntag, 10. Oktober. Sollte wider Erwarten keiner der beiden Bewerber mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erhalten, müssen die Bürger zwei Wochen später erneut an die Urne. Dann genügt aber die einfache Stimmenmehrheit.

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