Ausstellung Klimt nur durchwachsen

Balingen, 27.09.2010

Anzeige

Rund 36 000 Besucher sind nicht das erwartete Topergebnis urteilt Stadthallengeschäftsführer Uli Klingler in seinem Schlussfazit zur Klimtausstellung. „In meinem Inneren habe ich von mehr Erfolg geträumt, dachte dass Klimt eine größere Zugkraft ausübe“, erklärt Klingler. Vor allem bei Führungen oder mit dem Akustikphone wurde die Ausstellung zu einem Erlebnis. Denn die Bilder und Zeichnungen bedürfen Erklärungen. Trotzdem hat die Ausstellung den Ruf als Kunststadt gefestigt. Die Planungen für das nächste Projekt laufen schon. Wenn es klappt kann es sehr schnell gehen. Auf alle Fälle wird es, auch im Sinne des Gemeinderates mit Kunst in Balingen weitergehen.

Nicht den Nerv des Volkes getroffen!

Wenn von einem rein privat geführten Betrieb, Produkte mit illusorischen Verkaufsprognosen produziert werden, die sich am Markt nicht durchsetzen lassen, dann fallen Köpfe - oder zumindest bleibt den Verantwortlichen eine nächste Planung verwehrt. Mir scheint, einige Verantwortliche beeinflussen, bis zu ihrem beruflichen Ausscheiden, das Angebot der Balinger Stadthalle mit ihren persönlichen "Kunstvorlieben" immens - ungeachtet der gegenwärtig dominierenden Besucherinteressen. Hier wird schnell noch ein Projekt nachgeschoben - alles wird besser!?
Herr Klingler und Co. haften ja sicher nicht persönlich, wenn 's mal tief in die Roten geht - oder?
Die Werke großer Künstler sind für die gegenwärtigen Generationen scheinbar nicht mehr so gefragt. Persönlich finde ich einen spannenden Film im Kino mit zusammenhängender Handlung auch interessanter, als Momentaufnahmen aus der Welt / Fantasie eines Künstlers, die Katalysatoren wie Führungen und Akustikphone benötigen, um als "Erlebnis" verstanden zu werden. Der Wein muß im Glas schmecken und nicht durch ein schönes Etikett den Gaumen schmeicheln!
Ingo am 29.09.2010 19:27:41
Kommentare dieses Artikels als Feed
Anzeige
Anzeige

PROBE LESEN

Der ZAK bei Facebook