Hejny-Sieben kämpft vergeblich

Württemberg-Liga: HSG unterliegt Wolfschlugen trotz guter Leistung

Albstadt-Ebingen, 27.09.2010

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Trotz einer starken Leistung hat sich die HSG Albstadt im ersten Heimspiel der Saison dem Württemberg-Liga-Meisterschaftskandidaten TSV Wolfschlugen mit 31:36 (14:16) beugen müssen.

„Was die Zahl der technischen Fehler betrifft, war Wolfschlugen eine Klasse besser als wir“, gab HSG-Coach Günther Hejny zu. Dafür hat ihm – und wohl auch den mehr als hundert Zuschauern am Samstag in der Mazmannhalle – das hohe Tempo seiner Jungs bei den Spielzügen imponiert, obschon diesen oft der krönende Abschluss versagt blieb.

Die Schwarz-Roten erwischten einen Traumstart mit Toren des überragenden Steffen Link und von Benjamin Mayer, der trotz Rückenschmerzen eine passable Leistung zeigte. Interessanterweise tauschten beide zunächst ihre Rollen. Der zehnfache Torschütze Link tauchte im linken Rückraum auf und Mayer in der Mitte. Für den verletzten Clemens Balle beorderte Hejny den nur 1,75 Meter großen Micha Lutz in den rechten Rückraum, welcher wie schon beim ersten Auftritt in Nürtingen zu gefallen wusste.

Erst in der sechsten Minute glich Wolfschlugens Neuzugang Christoph Wiesinger zum 3:3 aus, Rückraumschütze Christoph Massong brachte seine Farben in einem sehr schnellen Spiel mit hervorragenden Torhüterleistungen auf beiden Seiten in der 10. Minute mit 4:3 in Front. Daniel Matt gelang das 4:4, die drei nächsten Tore gingen auf das Konto der „Hexabanner“. Aber die Abwehr der Albstädter stand, und Keeper Edis Camovic fischte sich ein paar Bälle, so dass Heiko Herrmann, der von Minute zu Minute stärker wurde, zum 9:9 ausgleichen konnte. Eine Überzahlsituation nutzte das Team von TSV-Trainer Alan Dimitrijevic zu einem Drei-Tore-Vorsprung. Noch in Unterzahl gelang Christoph Schlegel per Gegenstoß der Treffer zum 14:16- Halbzeitstand.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte schenkten sich beide Mannschaften nichts. Zwar bauten die Gäste ihren Vorsprung kurzfristig auf drei Tore aus, doch in der 40. Minute gelang Link in Unterzahl der Anschlusstreffer zum 19:20. Nachdem Herrmann das 21:23 markiert hatte, leisteten sich seine Mitspieler in der Vorwärtsbewegung einige technische Fehler, die prompt bestraft wurden. Mit einem 5:0-Lauf setzten sich die Gäste deutlich ab, die Partie schien entschieden.

Aber weder die Wolfschlugener, noch die HSG-Fans auf den Rängen hatten die Moral der Hejny-Schützlinge auf ihrer Rechnung. Der Coach ordnete in der 48. Minute eine offensive 3:3-Abwehr an – und diese funktionierte. Link und Herrmann verkürzten mehrfach, alleine in der 55. Minute gelangen diesen beiden im Konzert mit Matt drei Gegenstoßtore zum 29:33.

Plötzlich war das Spiel wieder spannend, die Wende lag in der Luft. Dimitrijevic reagierte sofort und nahm eine Auszeit, die ihre Wirkung nicht verfehlte und die Aufholjagd der Albstädter beendete. Herrmann setzte mit seinem Treffer zum 31:36 den Schlusspunkt unter eine Partie, in der die Schwarz-Roten dem haushohen Favoriten alles abverlangt und ein Stück Selbstvertrauen getankt haben. DILI

HSG Albstadt: Camovic, Greiner; Link (10/1), Herrmann (6), Matt (5), Mayer (4), Lutz (2), Bach (1), Biselli (1), Schlegel (1), Steiner (1), Eberhardt, Hofele.

Spielfilm: 3:1, 6:9, 11:11, 14:16 – 19:20, 21:28, 29:33, 31:36.

Nächstes Spiel: TSV Bad Saulgau – HSG Albstadt (2. Oktober, 18 Uhr, Sporthalle im Kronried Bad Saulgau).

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