Zweikampf um den Chefsessel
Bürgermeisterwahl in Obernheim: Josef Ungermann und Andreas Kusch treten an
Obernheim, 14.09.2010 von Volker Schweizer
Dass es „nur“ einen Zweikampf geben wird, überrascht wohl viele Obernheimer. Immer wieder war gemunkelt worden, dass nach Ungermann und Kusch mindestens noch zwei, wenn nicht gar drei Bewerber den Hut in den Ring schmeißen. Auch hielt sich bis zuletzt eisern das Gerücht, auch ein Obernheimer schiele auf den Chefposten im Rathaus.
Nun kommt es also am Sonntag, 10. Oktober, zum Zweikampf. Um dafür die Weichen zu stellen, traf sich gestern Abend der Gemeindewahlausschuss unter Vorsitz von (Noch-)Bürgermeister Georg Maier zu seiner konstituierenden Sitzung. Dem Ausschuss, dem die Leitung der Wahl obliegt, gehören Dr. Johannes Huber, Viola Allseits-Oehrle, Andreas Oswald, Olga Helble und Rosemarie Veeser an. Schriftführer ist Joachim Schnell, sein Stellvertreter Jürgen Moser.
Der Ausschuss ließ beide Bewerbungen zu. Es wurden keine Hinderungsgründe festgestellt. Laut Georg Maier sind die Unterlagen fristgerecht und ohne Mängel eingegangen. Er selbst stellt sich nach fast 24-jähriger Amtszeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Wahl.
Josef Ungermann war der erste Kandidat. Der 44-Jährige aus Tailfingen, Leiter des Tailfinger Bürgerbüros und Personalratsvorsitzender der Stadt Albstadt, hatte am Mittwoch, 25. August, um 11 Uhr seine Unterlagen persönlich überreicht. Am Mittwoch, 1. September, um 11.30 Uhr ist die Bewerbung von Andreas Kusch mit der Post eingegangen. Er ist 37 Jahre alt und arbeitet seit April 1994 als Polizeivollzugsbeamter bei der Bundespolizei. Die Stelle wurde am 9. Mai im Staatsanzeiger von Baden-Württemberg und im Amtsblatt ausgeschrieben.
Ungermanns Wahlkampf hat schon begonnen – Kusch setzt auf öffentliche Kandidatenvorstellung
Josef Ungermann ist, nachdem er seine Kandidatur bekannt gegeben hatte, auf Wahlkampftour. Er verteilt Prospekte, besucht die Vereine, die Feuerwehr, die Gewerbebetriebe, spricht mit Vertretern der Kirche. „Der persönliche Kontakt ist mir sehr wichtig“, betont der 44-Jährige. Außerdem lädt er zu folgenden fünf Wahlveranstaltungen ein: am Mittwoch, 15. September, 20 Uhr, im Gasthof Adler; am Montag, 20. September, 19.30 Uhr, im Landgasthof Waldeck in Tanneck; am Freitag, 24. September, 19.30 Uhr, im Sportheim; am Montag, 27. September, 19.30 Uhr, im Gasthaus „Krone“ und am Mittwoch, 6. Oktober, 20 Uhr, im Gasthaus „Sonne“.
Andreas Kusch plant keinen großen Wahlkampf. Er legt sein Hauptaugenmerk auf die öffentliche Kandidatenvorstellung, die die Gemeinde am Freitag, 1. Oktober, in der Turn- und Festhalle veranstaltet: „Die Veranstaltung bietet mir die Gelegenheit, alle Obernheimer direkt anzusprechen.“ Ob er sich im Internet präsentieren will, weiß der 37-Jährige noch nicht.
