Zumindest die Moral ist noch intakt

Balingen, 13.09.2010 von Marcus Arndt

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Die Protagonisten neben der Platte waren sich einig: Es war ein glücklicher Punktgewinn für die Schwaben im Bundesliga-Kellerduell gegen den Branchenneuling aus Friesenheim (30:30).

Das Abstiegsduell in der schwach besuchten Balinger Spar-kassenArena verlief kurios: Zunächst dominierte die Truppe von Trainer Rolf Brack mit 8:3 (12.), 10:5 (17.) und 11:6 (19.) den Aufsteiger – und lässt sich dann vor heimischer Kulisse so vorführen. „In der Anfangsviertelstunde haben wir auch von einer sehr guten Torhüterleistung gelebt“, analysierte der Sportwissenschaftler, „mit fünf gehaltenen Bällen.“ In der Folgezeit bekam Nikola Marinovic allerdings nur noch selten das Spielgerät zu fassen – und auch Ivan Zoubkoff setzte keine Akzente. „Abwehr und Torhüter waren ein großes Problem“, räumte der 56-Jährige unumwunden ein, welcher nichts unversucht ließ, um den Höhenflug der „Eulen“ zu stoppen. Die Mannschaft von Coach Thomas König zog nach 14:8 Toren an den Schwaben vorbei (19:20/40.), welche in den Schlussminuten permanent mit zwei Treffern in Rückstand lagen.

„Nach dem Spielverlauf ist es im Herzen ein verlorener Punkt“, gab König zu, der mit der Leistung seiner Mannschaft jedoch „sehr zufrieden“ war. „Wir haben gezeigt, dass über Kampf und Willen in dieser Liga gepunktet werden kann“, freute sich der 46-Jährige, während sein Gegenüber haderte: „Die Abläufe im linken Rückraum sind ein Problem – und das Spiel mit dem Kreis fehlte ganz.“ Markant: Kapitän Wolfgang Strobel blieb ohne Torerfolg. „Das können wir nicht kompensieren“, betonte der HBW-Kommandogeber und fügte hinzu: „Die Mannschaft muss begreifen, dass es eine sehr schwere Saison wird.“

Zumindest ist die Moral intakt: In den Schlussminuten egalisierten die Balinger einen Zwei-Tore-Rückstand zum 30:30.

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