Endspurt über 30 000?

September bringt erwarteten Schub für Gustav-Klimt-Schau

Balingen, 11.09.2010 von Karl-Otto Müller

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Die 20 000er Marke ist geknackt, die 30 000er in naher Ferne. Die Balinger Gustav-Klimt-Ausstellung geht in den Endspurt. Die Wiener Kunst lockt Menschen aus dem ganzen Land nach Balingen.

Die Kennzeichen aus dem ganzen Land fanden wir gestern, ein zufällig ausgewählter Freitag. Bekanntlich zusammen mit den Montagen die schwächsten Tage für Ausstellungen oder Museen, sagt Stadthallenchef Ulrich Klingler. „Wir geben unseren Besuchern, die die Kunst in Ruhe erleben möchten, den Freitag gerne als Geheimtipp,“ sagt er. Umso mehr freut ihn die gestrige Besucher-Palette.

Es ziehe an, beobachtet er in diesen Septembertagen. Für ihn der Hoffnungsschimmer, auch noch die 30 000er Marke in den nächsten Tagen zu knacken. Er scheint sich bereits auch eine Schlussbilanz zwischen 30 und 40 000 eingestellt zuhaben.

„Nicht unbedingt das, was wir erwartet haben“, räumt er ein. Teils sei ihm dies unverständlich, weil gerade das nasse August-Wetter „unser Wetter gewesen wäre“. Gleichzeitig „müssen wir heute aber auch als Fakt hinnehmen, dass das Thema Gustav Klimt tatsächlich das Besucherinteresse nicht in dem Maße zu wecken vermochte, wie wir dies erwartet hatten.“

So stimmt er im gestrigen Gespräch mit dem ZOLLERN-ALB-KURIER auch schon mal die in der kommenden Woche nach der Sommerpause erstmals wieder tagenden Kommunalpolitiker auf eine kaum mehr erreichbare „schwarze Null“ ein. Verweist aber dennoch auf eine positive Werbebotschaft für die Stadt im ganzen Land: In Balingen ist Kunst zu Hause. Kunstfans aus dem ganzen Land bestätigten dies in zahlreichen lobenden Gästebuch-Einträgen.

Nur vereinzelt würden eben auch die großen Werke Gustav Klimts in Öl vermisst – „aber mit denen haben wir auch nie geworben“, sagt Klingler, „die sind in Museen und bleiben dort. An diese kommen wir nicht ran.“

Nach wie vor auffallend sei an dieser Ausstellung, welch hohen Stellenwert die Besucher den Führungen und dem Audioguide einräumten. Die passenden Erklärungen erst machten für die meisten Besucher diese Klimt-Schau zum nachhaltigen Erlebnis. Die meisten von ihnen besuchten denn nach ihrem Stadthallenerlebnis auch die in Zehntscheuer und Rathausgalerie gezeigten Ausstellungen.

Auch fänden die im Foyer angebotenen „Kunst-Devotionalien“ reißenden Absatz, keine Erklärung habe er derweil für die schwache Nachfrage nach dem eigens zur Balinger Ausstellung aufgelegten Klimt-Katalog.

Schon jetzt, so Klingler, ließe sich allerdings ein positiver Start für die neue Balinger Stadthallen-Gastronomie feststellen.

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