Kreis schließt sich

2. Frauen-Bundesliga: HSG startet in Weibern in Saison

Albstadt-Ebingen, 10.09.2010 von Marcel Schlegel

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Die Rückkehr in die 2. Handall-Bundesliga beginnt für die Frauen der HSG Albstadt morgen um 19.30 Uhr beim TuS Weibern. Trainerin Zeljka Rajak sieht die HSG als Aufsteiger in der Rolle des Außenseiters.

Zeljka Rajak lässt sich nicht gerne in die Karten schauen. Sicher habe sie schon eine Startformation im Kopf, sagt sie. Doch verraten will sie diese nicht. Ihre Mädels seien jetzt jedenfalls froh, dass es endlich losgehe, meint die Albstädter Trainerin: „Es kitzelt. Ein bisschen nervös sind meine Spielerinnen schon noch. Aber das ist nur gut so, das muss so sein.“ Schließlich habe mit Ausnahme von Gülfidan Balci und Sylvia Kurz noch keine Albstädterin Zweitliga-Handball gespielt. Ein Nachteil? „Das werden wir dann am Samstag sehen“, antwortet Rajak.

Sicherlich nicht von Vorteil ist unterdessen, dass der 42-jährigen Kommandogeberin ihre Regisseurin Susanne Kirschbaum fehlt (Auslandsaufenthalt, d. Red.). Johanna Schmidt übernimmt dafür in der Rückraummitte – und dies bereitet Rajak noch ein Bauchschmerzen. Zwar sei sie von den Fähigkeiten der zuletzt angeschlagenen Ex-Kleenheimerin überzeugt, aber als Neuzugang müsse sie eben erst noch vollends in die Spielzüge finden, gibt die Diplom-Sportlehrerin zu bedenken: „Das braucht seine Zeit.“ Aber: Als Aufsteiger seien ihre Schwarz-Roten ohnehin immer in der Rolle des Außenseiters, zumal der samstägliche Gegner, der TuS Weibern, ambitionierte Ziele verfolge. „Mittelfristig wollen die aufsteigen“, weiß die Kroatin. Und damit dorthin zurückkehren, wo die Rheinland-Pfälzerinnen von 2003 bis 2005 spielten – in der 1. Bundesliga.

Weiberns Trainer Jan Reuland, seit 1992 beim TuS und mittlerweile ebenso eine Institution, wie Rajak beim Albstädter Fusionsklub (seit 1997), durfte in der Sommerpause bei einem Abgang vier Neuzugänge begrüßen. Vom Erstligisten DJK/MJC Trier wechselte die Rückraumrechte Svenja Huber in die Eifel. „Eine Linkshänderin, auf die müssen wir aufpassen“, weiß die HSG-Trainerin, die weiterhin vor Kreisläuferin Inga Etheber und Jessica Öster im linken Rückraum warnt. Und noch vor etwas: dem Teamgeist der „Vulkan-Ladies“, wie sich die TuS-Werferinnen seit dieser Runde nennen. Der Tabellenvierte der vorigen Zweitliga-Saison sei äußerst heimstark, berichtet Rajak. Und nimmt damit auch ein Stück Druck von ihren Mädels: „Wir müssen zu Saisonbeginn dreimal auswärts ran. Da haben wir nichts zu verlieren.“

Allzu viel weiß die langjährige Albstädter Trainerin über die Reuland-Frauen nicht, muss sie gestehen. Eigentlich wollte Rajak Weibern beim Lotto-Cup in Ludwigsburg beobachten. „Doch da haben denen drei, vier Spielerinnen gefehlt“, will Rajak dem dort Gesehenen keinen Stellenwert beimessen. Zumal der TuS am Ende ob weiterer Verletzter ganz aus dem Turnier ausstieg. Seine Generalprobe setzte der Turn- und Sportverein aus der rund 1500- Einwohner- Gemeinde aus der Eifel in den Sand. In der ersten Runde des DHB-Pokals, in dem die HSG als Aufsteiger nicht vertreten ist, unterlag Weibern bei Borussia Dortmund mit 18:32. „Gegen Dortmund kann man verlieren“, verweist Rajak auf den neuen Ligarivalen aus Westfalen, der aus der 1. Bundesliga in die Zweitliga-Südstaffel abgestiegen ist.

Rajak erinnert sich: „Das letzte Mal habe ich Weibern beobachtet, da haben wir noch gemeinsam mit ihnen in der 2. Liga gespielt. Das war in der Saison 2005/2006.“ Und morgen ist es wieder soweit. So schließt sich der Kreis. . .


„Hammer-Abstiegsregelung“

Am Wochenende beginnt in der 2. Frauen-Bundesliga die Saison 2010/2011. In der Süd-Staffel kämpft Rückkehrer HSG Albstadt gegen den Abstieg. Das wird unglaublich schwer für den früheren Zweitliga Süd-Meister, schließlich steigen vier von zwölf Mannschaften direkt ab. Der Tabellenachte geht in die Relegation. Andreas Laib, der Frauenwart und Vorsitzende des Albstädter Fusionsklubs, meint deswegen: „Aufgrund der Hammer-Abstiegsregelung ist der Klassenerhalt das Ziel. Es wäre vermessen einen Platz als Zielsetzung auszugeben.

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