Neues vom König aus Burladingen
Vierteilige Doku-Serie des SWR-Fernsehens über Grupp und Trigema startet nächsten Mittwoch
Burladingen, 09.09.2010
Dem Trigema-Chef Wolfgang Grupp war 2008 die 45-minütige Fernsehdokumentation „Der König von Burladingen“ gewidmet, die wegen ihrer ungeschminkt-authentischen Darstellungsweise des Textilunternehmers bereits Kultstatus erreicht hat und schon mehrfach wiederholt worden ist.
Jetzt erzählt das Autorenduo Susanne Müller und Andreas Coerper „Neues vom König aus Burladingen“. So heißt eine vierteilige Reportagereihe, die ab dem 15. September jeweils mittwochabends von 22.30 bis 23 Uhr im SWR-Fernsehen gezeigt wird. Im Mittelpunkt der Doku-Serie, auf die mit der Trigema-Familie halb Burladingen hinfiebert, stehen naturgemäß der von der SWR-Pressestelle als „exzentrisch“ beschriebene Textilunternehmer Wolfgang Grupp, seine Frau Elisabeth und seine Kinder Bonita und Wolfgang jr., aber auch einige der treuesten Trigema-Beschäftigten.
Das Fernsehteam hat diesmal nämlich nicht nur der Unternehmerfamilie ein halbes Jahr lang über die Schulter geschaut, sondern auch eine Burladinger Arbeiterfamilie, die seit vier Generationen bei dem Strickwarenhersteller arbeitet, durch den Alltag begleitet. Und so sind in weiteren Hauptrollen zu sehen: Roswitha Ißleib aus der Registratur von Trigema, ihr Ehemann Erich Ißleib, der bei Familie Grupp als Gärtner fleißige Dienste verrichtet; außerdem die Tochter Sigi Glanzer, die bei Trigema in der Eintüterei arbeitet, Roswitha Ißleibs Bruder Norbert Müller, der Hausmeister in Burladingens größter Fabrik ist, und dessen Frau Petra Müller, die als Reinigungskraft tätig ist.
Es dürfte also wieder kräftig menscheln im Umfeld des „Königs von Burladingen“, die SWR-Autoren interessieren sich aber auch für die ganz untypische wirtschaftliche Erfolgsgeschichte des Textilunternehmens. Das geht schon aus der Ankündigung des Senders hervor. Da heißt es in Anlehnung an die Asterix-Geschichten: „Wir befinden uns im Jahr 2010 nach Christus. Das Schreckgespenst Globalisierung bedroht ganz Deutschland. Ganz Deutschland? Nein! Burladingen, ein kleines Örtchen tief in der Schwäbischen Alb, fernab von jedem Autobahnanschluss, leistet tapfer Widerstand. Denn in Burladingen steht eine Fabrik. Geführt wird sie von Wolfgang Grupp, einem Mann, der hier nicht ohne Ironie, aber auch nicht ohne Respekt, König von Burladingen genannt wird.“
Dem „Phänomen Grupp“ wollten die Autoren erklärtermaßen auf den Grund gehen und „die Zuschauer eintauchen lassen in die Welt des eigenwilligen Unternehmers. „Es ist keine große Vision, die den Unternehmer leitet, sondern ein altmodischer, kaufmännischer Eigensinn, der Grupp Entscheidungen treffen lässt, die zwar unmodisch, aber dafür originell sind“.
