Bereits sehr nahe am Limit
Sparkasse Trans Zollernalb: 400 Pedaleure aus 13 Nationen starten
Zollernalbkreis, 04.09.2010 von Marcus Arndt
Drei Wochen vor dem Start der ersten Sparkasse Trans Zollernalb, welche ambitionierte Mountainbiker an drei Tagen von Bad Imnau über Balingen und Albstadt nach Hechingen führt, sind nur noch wenige Startplätze bis zum Teilnehmerlimit von 500 frei. „Diese tolle Resonanz freut uns natürlich“, sagt Stephan Salscheider. Der Geschäftsführer von Veranstalter Skyder Sportpromotion fügt hinzu: „Sportlerinnen und Sportler aus 13 Nationen haben bis dato gemeldet, darunter sind auch die Trans-Schwarzwald-Sieger Hannes Genze und Andi Kugler, der amtierende belgische Mountainbike-Meister Kevin van Hoovels und die starke tschechische Mannschaft S&H Superior-Team um Nationalfahrer Milan Spesny.“
Sportlich wird also schon die Premiere zu einem echten Höhepunkt im dicht gedrängten Radsport-Kalender im Zollernalbkreis. Nachdem die Transalp-Sieger Karl Platt und Stefan Sahm bereits vor Wochen ihr Kommen ankündigten, haben jetzt auch die Trans-Schwarzwald-Sieger Hannes Genze und Andreas Kugler zugesagt. „Da die Sparkasse Trans Zollern-alb ein Wettbewerb für Einzelfahrer ist, sind damit auch schon vier Kandidaten für den Gesamtsieg genannt“, nimmt der frühere Weltcup-Fahrer den Gesprächsfaden wieder auf und ergänzt: „Um den werden sicherlich auch Milan Spesny und Matous Ulman fahren. Die beiden Tschechen vom S&H Superior-Team gehören schon seit Jahren zum tschechischen Nationalteam und bringen noch drei weitere junge Teamkollegen mit in den Zollernalbkreis.“
Auf Augenhöhe mit dem international erfahrenen Sextett aus Deutschland und Tschechien sind der belgische Meister Kevin van Hoovels und sein Teamkollege Nicolas Vermeulen, der im Juli Vizemeister wurde. „So dürfte es im Klassement schon ziemlich international hergehen und den deutschen Bikern wird der Sieg gewiss nicht auf dem Silbertablett serviert“, meint Salscheider. Der ist besonders auf die Gehbauer-Brüder Alexander und Robert gespannt. „Der Letztere war 2005 immerhin Junioren-Weltmeister und der jüngere Alexander gehört zum aktuellen WM-Aufgebot der Österreicher“, verrät Salscheider, welcher beim Blick auf die Starterliste ins Schwärmen kommt. Weitere interessante Figuren seien der Norweger Ole Christian Fagerli und der Chilene Silva Ibaceta Christóbal sowie bei den Damen die Estin Maaris Meier.
Sie zählen zu den 440 Fahrern aus 13 Nationen, die man inzwischen auf der Meldeliste notiert. „Somit bleiben nur noch 60 Plätze übrig bis zur 500er-Marke“, erklärt der Veranstalter, „so wie es aussieht, werden wir das Limit erreichen. Das ist schon vor dem Start ein enormer Erfolg und zeigt, dass die Idee eines Drei-Tages-Events im Zollernalbkreis Anklang findet.“
Sparkasse Trans Zollernalb dient zur Vorbereitung auf die Marathon-Weltmeisterschaften
Der Startschuss zur ersten Sparkasse Trans Zollernalb fällt am 17. September in Bad Imnau. Auf der ersten Etappe nach Balingen haben die Pedaleure 61 Kilometer und 1100 Höhenmeter zu bewältigen. Die zweite Etappe führt am 18. September von der Kreisstadt nach Albstadt. „Die hat es in sich“, verspricht Stephan Salscheider. Nicht ohne Grund: 77 Kilometer und kernige 1800 Höhenmeter stehen am zweiten Renntag auf dem Programm. Die Schluss-etappe ist für den 19. September terminiert. Von Albstadt nach Hechingen sind 76 Kilometer (1600 Höhenmeter) geplant. „Eine sehr reizvolle Tour“, fasst der Veranstalter das dreitägige Rennen kurz zusammen.
Zur Vorbereitung auf die Marathon-WM nutzen viele Profi das Etappenrennen im Zollern-albkreis. „Das Rennen liegt dafür ganz günstig“, erklärt Stefan Sahm, warum er die Premiere der dreitägigen Etappenfahrt in sein Wettkampfprogramm aufgenommen hat. Und nicht nur der inzwischen in der Schweiz verheiratete Mössinger – auch ein kongenialer Partner vom Team Bulls, Karl Platt, wird aus dem gleichen Grund in Bad Imnau am Start stehen.
Ex-Weltmeisterin Pia Sund-stedt, die im Juli den Albstadt LBS Bike-Marathon gewonnen hat und Dritte der Marathon-Europameisterschaft geworden ist, hat ebenfalls ihr Kommen angekündigt. Die Finnin wird natürlich ganz vorne erwartet. Die Konkurrenz bei den Damen ist erfahrungsgemäß nicht so groß wie bei den Herren. Dennoch ist Salscheider nicht unzufrieden. „Es sind ja noch ein paar Tage bis zum ersten Rennen“, so der frühere Weltcup-Fahrer weiter, „und mit Maaris Meier haben wir eine weitere Topfahrerin am Start.“ Die Estin fährt seit Jahren in der internationalen Spitzengruppe im Cross Country mit – den Durchbruch hat sie allerdings noch nicht geschafft. Bei der EM in Israel platzierte sie sich an 29. Stelle im Endklassement.
