Zweiter Anlauf in den Bannwald

ZAK-Sommertour: Mit Richard Renz geht es am Montag ins Naturschutzgebiet Untereck

Albstadt-Ebingen, 04.09.2010 von Holger Much

Zum zweiten Anlauf ins Naturschutzgebiet Untereck startet die letzte ZAK-Sommertour dieses Jahres am Montag, 6. September. Auch diesmal warten zum Schluss Vesper und Getränke auf müde Wanderer.

Die offiziellen fünf Wanderungen, zu denen in diesem Jahr die Stadt Albstadt und der ZOLLERN-ALB-KURIER eingeladen haben, sind vorbei. Doch ein Schmankerl hat man sich zum Schluss aufgehoben. Die allererste Tour, die wegen starker Regenfälle abgesagt werden musste, wird nun diesen Montag, 6. September, 17.30 Uhr, nachgeholt.

Richard Renz, ein begeisterter wie profunder Kenner der heimischen Fauna und Flora, wird durch das Naturschutzgebiet Untereck bei Laufen führen. Festes Schuhwerk, darauf wird extra nochmals hingewiesen, ist bei dieser Wanderung unerlässlich. Die Wanderzeit beträgt rund zwei Stunden.

Der vom Weißjura gebildete Geländeknick des Albtraufs erhebt sich im Südwesten zwischen Ratshausen und Laufen bis auf eine Höhe von 1000 Metern und überragt damit das Albvorland um gut 400 Meter. Dieser Steilabfall ist heute nahezu durchgängig bewaldet. Das war er, soweit sich das geschichtlich nachweisen lässt, in den steilsten Lagen wohl schon immer.

Glatte, steile Böschungen des geschichteten Weißjura bei der „Häfner Halde“ mit ihren Schuttbahnen und Riegelwäldern sowie die harten, dichten Massen der Schwammstotzen (Grat) als weißes Band über dem Waldgürtel sind die charakteristischen Merkmale des Albtraufs beim Untereck. Den unteren Hangteil des Naturschutzgebietes bedecken Buchen-Tannenwälder verschiedenster Ausprägung und Schluchtwälder mit Bergulme, Bergahorn und Esche, mit Silberblatt und Hirschzunge. Hervorzuheben sind die reichen Eibenvorkommen. Darüber breiten sich Breit- und Blaugras-Halden und Felsbandgesellschaften mit ihren zahlreichen Relikten aus der Eiszeit und noch früheren Wärmeperioden aus. Trotz der frühen Ausweisung als Schutzgebiet – zuvor war das Hanggelände bereits im Jahr 1924 zum Bannwald erklärt worden – und seiner extrem abgelegenen, steilen Lage, die wirtschaftliche Nutzung zu allen Zeiten gering hielt, ist der „Urwald“ Untereck heute in besonderer Weise gefährdet.

Parkmöglichkeiten sind wieder beim Parkplatz am Sportplatz Laufen Richtung Tieringen.

Wie gewohnt wurde am Start- und Zielort von den Mitarbeitern des städtischen Fremdenverkehrbüros ein stärkendes Buffet mit Wurst, Brot, Senf, Äpfeln oder Bananen aufgebaut. Und die heimischen Getränkehersteller Imnauer Fürstenquelle, die Rosenfelder Lehner-Brauerei sowie Saft-Stingel aus Weilstetten versorgen die ZAK-Wanderer mit flüssigen Erfrischungen.

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