Leserbrief

Zur geplanten Biogasanlage in Bittelbronn

Hoffe, dass dieses Projekt zustande kommt

04.09.2010

Ich wohne zwar nicht hier aber mein Arbeitsplatz ist im Zollernalbkreis und ich verfolge deshalb in der Zeitung schon seit längerem das Bemühen der Ortschaft Bittelbronn, sich durch erneuerbare Energieträger autark zu machen und hoffe auch für zukünftige Generationen, dass dieses Projekt zustande kommt.

Fossile Energieträger können in vielen Bereichen durch erneuerbare Energieträger ersetzt werden, auch und gerade im kommunalen Bereich. Regionen und Gemeinden mindern ihren CO2-Ausstoß, verschaffen sich eine Unabhängigkeit und damit die Versorgungssicherheit gegenüber externen Energieversorgern. Dabei erhalten sie die Landschaft und deren Ökologie.

Die Stärkung der Energieversorgung aus erneuerbaren und regionalen Quellen hat eine ganze Reihe von positiven Auswirkungen auf die Region. Die Wertschöpfung bleibt vor Ort, die Kaufkraft steigt, Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze bleiben erhalten bzw. werden neu geschaffen. Die Attraktivität einer Gemeinde erhöht sich und die Einwohner identifizieren sich mehr mit der Gemeinde und deren Aufgaben nach dem Motto: Kein Bezug von Energie ohne Bezug zur Energie. Prädestiniert für eine solche Entwicklung sind strukturschwache Gebiete, die z. B. Biomasse als Ressource zur Energiegewinnung zur Verfügung haben.

Immer mehr Kommunen im Inland, Schweiz und Österreich sind bestrebt, diesen Weg zu gehen oder haben sich schon längst dafür entschieden.

Es irritiert mich schon etwas, dass sich ein ehemaliger Entscheidungsträger an die vorderste Front der Gegner einer solchen Initiative stellt.

Siegfried Kohler
Sonnenhalde 13, Rottweil