Ein echter Härtetest

HVW-Pokal: HSG erwartet das klassenhöhere Pfullingen

Albstadt-Ebingen, 03.09.2010 von Reinhard Linder

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Früher als geplant beginnt für die Handballer der HSG Albstadt die neue Saison. Bereits heute Abend um 20.30 Uhr treten sie in der Lutherschulhalle in Tailfingen gegen den VfL Pfullingen an.

Den Ex-Erstligisten in Runde eins des HVW-Pokals zugelost bekommen zu haben, ist für HSG-Coach Günther Hejny eine feine Sache. Vier Jahre lang haben beide Mannschaften gemeinsam in der Verbandsliga respektive der Württemberg-Liga zusammen gespielt. Dieser ist die Truppe von Trainer Alexander Job inzwischen als Meister entschwunden.

Traditionell gut sind die Beziehungen beider Vereine zueinander. Hejny hat als Aktiver schließlich selbst jahrelang das Pfullinger Trikot getragen, und sein 20-jähriger Sohn Sascha ist erste Wahl im VfL-Rückraum. „Das dürfte eine der seltenen Gelegenheiten sein, ihn spielen zu sehen“, freut sich sein Vater. Schon in der ersten Phase der Saisonvorbereitung haben sich die beiden Mannschaften zu einem Trainingsspiel getroffen, „das wir in der zweiten Halbzeit ausgeglichen gestaltet haben“, war Hejny nicht unzufrieden. Testspielcharakter wird die Pokalbegegnung allerdings nicht besitzen. „Wir spielen Ergebnis orientiert, werden voll kämpfen und uns nicht schonen“, verspricht der HSG-Coach. Auf jeden Fall werde er nach der Partie Auskunft darüber haben, wo seine Mannschaft zwei Wochen vor dem ersten Punktspiel in Nürtingen stehe: „Wir wissen ja, wie wir bisher gegen Pfullingen gespielt haben und können uns daran messen.“

Dumm an diesem Derby sei eigentlich nur der Zeitpunkt. Ursprünglicher Termin war eine Woche später. Weil aber der VfL dann bereits in der Baden-Württemberg-Oberliga in der Pflicht ist, musste das Spiel vorgezogen werden, obwohl Edis Camovic und Martin Eberhardt noch im Urlaub sind. Sie verpassen nicht nur den Pokal-Hit, sondern auch das viertägige Trainingslager, das ursprünglich auch erst für das folgende Wochenende geplant war. Und noch zwei weitere wichtige Akteure fehlen: Clemens Balle hat sich schwer am Fuß verletzt und droht für lange Zeit auszufallen. Simon Schleich beginnt just in dieser Woche sein Auslandsstudium in Schweden und kehrt erst zum Saisonschluss wieder zurück.

Trotzdem drücken Hejny keine allzu großen Personalsorgen. Dem Torhüterzugang aus Bad Saulgau, Armin Greiner, stellt er den A-Jugendlichen Pascal Reinauer zur Seite. Mit dem Ex-Pfullinger Micha Lutz und Neuling Sven Biselli (früher HBW 2) verfügt er immer noch über zwei Linkshänder auf der rechten Seite. Zudem könnten auch Dominik Steiner und Rückkehrer Benjamin Mayer im rechten Rückraum agieren. Die zentrale Schaltstelle ist besetzt mit Steffen Link und Christoph Hofele, möglicherweise taucht auch Linksaußen Heiko Herrmann mal in der Mitte auf. Die Königsposition im linken Rückraum teilen sich Mayer und Youngster Daniel Matt, der aus der A-Jugend der JSG Balingen-Weilstetten stammt. Der Kreis ist das Reich von Tobias Bach und Steiner, zweiter Linksaußen ist Christoph Schlegel.

Wie Hejny kann auch sein Gegenüber Alexander Job nicht auf den kompletten Kader zurückgreifen. Till Fernow und Matthias Kania sind verletzt. Stars bei den Echaztälern sind die Jugend-Nationalspieler Florian Möck und Nicolai Theininger. Integriert in den Kader des Aufsteigers wurden weitere Talente aus der A-Jugend des süddeutschen Vizemeisters, nur ein echter Neuzugang steht zu Buche.

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