Gallinaro fordert: Auf dem Boden bleiben

Landesliga: Frommern muss in Weiler ran

Balingen, 03.09.2010 von Marcel Schlegel

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Landesligist TSV Frommern gastiert morgen um 15.30 Uhr beim FV Rot-Weiß Weiler. Nach dem Derby-Sieg gegen Albstadt warnt Spielertrainer Fabio Gallinaro seine Schwarz-Gelben vor Überheblichkeit.

Tabellenplatz sieben in der Liga, zudem bislang ein Spiel weniger bestritten als die Konkurrenz, mit sieben Zählern aus vier Spielen derzeit bestes Zollern-Team der Landesliga, noch einen Platz vor dem FC 07 Albstadt, den man am Mittwoch nach großem Kampf im Derby mit 1:0 bezwungen hat: Ohne Zweifel, der Aufsteiger aus Frommern ist in der Landesliga angekommen. Einen Umstand, den Fabio Gallinaro auch gar nicht leugnen will. „Es hat sich gezeigt, dass wir in der Landesliga mit jedem Gegner mithalten können, wenn die Einstellung stimmt, und wenn wir aus einer defensiven Grundausrichtung heraus diszipliniert agieren“, sagt Frommerns Spielertrainer, der aber nach wie vor tief stapelt: „Das Saisonziel Klassenerhalt ist realistisch.“

Vor dem Duell in Weiler am sechsten Spieltag warnt Gallinaro seine Elf aber vor Überheblichkeit. „Wir müssen auf dem Boden bleiben“, sagt er, „und dürfen nicht denken, dass wir jetzt jeden schlagen werden.“ Seinen Jungs müsse eines klar sein: „Hätten wir gegen Albstadt verloren, würden wir jetzt im Tabellenkeller stehen, in der Liga geht's eng zu.“ Nicht nur deshalb sei schon ein Punkt bei den Rot-Weißen ein Erfolg, weiß Gallinaro. Die Allgäuer besäßen, so der 34-Jährige, ein ähnliches Team wie der FC 07 Albstadt: „Weiler verfügt über drei, vier bewegliche und spielstarke Offensivleute. Die müssen wir ausschalten.“ Daher gelte es, den individuell wohl überlegenen Rothachtälern die Räume eng zu machen und ihnen mit viel Kampf den Schneid abzukaufen – wie gegen den FCA. „Wir sind den Weilern technisch unterlegen“, weiß der TSV-Trainer, „deswegen müssen wir sie das Spiel machen lassen und über die Zweikämpfe kommen. Das hat gegen Albstadt gut geklappt.“ Insbesondere die kämpferische Einstellung seiner Truppe habe ihm gegen den Lokalrivalen imponiert. „Und für einen Treffer, über einen Konter etwa, sind wir immer gut“, glaubt er: „Wir müssen auf die Fehler des Gegners warten.“ Gerade die Viererkette der Rot-Weißen sei anfällig, hat der TSV-Trainer beobachtet: „Da können wir sie packen.“

Verzichten muss der 34-Jährige für die nächsten drei Wochen auf Verteidiger Selim Yilmaz (Beruf) und Angreifer Martin Graef (Urlaub). Ob Spielführer Johannes Wetsch (Oberschenkelzerrung) zurückkehren kann, ist noch fraglich. Bravourös wurde letzterer in der Verteidigung in Baltringen (2:2) und gegen Albstadt von Cornelius Teufel vertreten und damit von einem gelernten Stürmer. „Er hat seine Sache wirklich sehr gut gemacht“, lobt Gallinaro, der Graef im Sturm durch den erst 17-jährigen Marcel Kreidler ersetzen könnte. „Da finden wir schon einen Jungen“, will Gallinaro noch nicht allzu viel preisgeben.

Gestern hat Frommerns Coach seinen Mannen frei gegeben, auch im heutigen Abschlusstraining stehe die Regeneration im Vordergrund: „Allzu viele so kräfteraubende Spiele wie gegen Albstadt können wir uns nicht leisten.“

Für Anhänger der Schwarz-Gelben besteht Mitfahrgelegenheit im Mannschaftsbus, der sich um 11 Uhr in Richtung Allgäu aufmacht.

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