„Immer noch eine Rennstrecke“
Anwohnerin der Goethestraße schickt Beschwerdeschreiben an Stadt
Schömberg, 03.09.2010 von Rosalinde Conzelmann
Die Verfasserin hat das Schreiben persönlich auf dem Rathaus abgegeben. Sie weist in dem Brief darauf hin, dass die Stadt nach ihrer Beschwerde in der Bürgerfragestunde guten Willen gezeigt und kurzzeitig eine Kilometermessanzeige aufgestellt habe. Sie bemängelt aber, dass keine Geschwindigkeitskontrollen vom Landratsamt durchgeführt wurden. Brigitta Moser ist der Meinung, „dass das Messgerät unbedingt alle ein bis zwei Wochen direkt vor unserem Haus stehen müsste.“ Generell werde nicht nur in der Goethestraße, sondern auch in anderen Nebenstraßen von Schömberg gerast, stellt Moser weiter fest. Diese Information habe sie von mehreren Seiten telefonisch erhalten.
Die Anwohnerin appelliert an das Verantwortungsbewusstsein des Gemeinderats: „Ein totgefahrenes Kind ist das Schlimmste.“ Deshalb müsse den Rasern Einhalt geboten werden. Sie unterbreitet mehrere Vorschläge, um eine Verkehrsberuhigung herbeizuführen: So soll der Kinderspielplatz in der Goethestraße umzäumt werden, in der Straße selbst könnten Schwellen, Pflanztröge oder die Einführung einer Tempo 30-Zone der Raserei Abhilfe schaffen. Die Schömbergerin erinnert in dem Brief auch an den tragischen Tod ihres Katers, der vor zwei Jahren von einem Auto angefahren und eingeschläfert werden musste.
Moser macht ihrem Unmut auch dahingehend Luft, dass „sich seither nichts geändert hat“ und kündigt an, „dass ich mich mit allen Mitteln gegen die Raserei wehren werde“. Ihr abschließender Appell an den Bürgermeister und die Stadträte ist eindringlich: „Sie sind für die Bürger der Stadt Schömberg verantwortlich und sollten den Rasern ihre Grenzen aufzeigen.“
