Leserbrief
Zu den Äußerungen von Thilo Sarrazin
Was wird gegen Provokationen unternommen?
02.09.2010
Der Sarazzin hat ja wohl „ein Rad“ ab! Aber stellen sie sich einmal vor, ein christlich europäischer Politiker würde in Mekka oder Medina (das sind die heiligsten Stätten des Islam) die Christianisierung der arabisch-islamischen Welt fordern. Das würde wahrscheinlich Mord und Terror für Europa bedeuten. Anders herum tut dies aber ein arabischer Führer. Herr Gadaffi, Despot aus Libyen, fordert frech die Islamisierung Europas! Das tut er in Rom, einer der heiligsten Stätten des Christentums. Unsere Reaktion: Null! Keine Demonstrationen, keine scharfen diplomatischen Verurteilungen, gar nichts! Nun ja, der Gadaffi, den kann man nicht so ernst nehmen, wird sich mancher sagen. Doch halt: Dieser Herr regiert schon jahrzehntelang, und mancher andere islamischer Führer denkt das gleiche. Er wagt es nur (noch) nicht zu sagen.
Anderes Beispiel: In der islamischen Republik Iran wird eine Frau wegen angeblicher Unzucht zum Tode verurteilt. In Afghanistan wird ein junges Paar vor allen Dorfbewohnern zu Tode gesteinigt! Ihr Verbrechen: Sie wollten zusammenleben ohne verheiratet zu sein. Das sind leider keine Ausnahmen. So etwas geschieht in vielen radikal-islamischen Ländern täglich. Da ist es ja schon harmlos, wenn in Ägypten ein Fußballer christlichen Glaubens nicht in der Nationalmannschaft spielen darf. Warum gibt in einer Mischehe (islamisch-andersgläubig) immer der Andersgläubige seine Religion auf? Das ist relativ einfach: Ein Moslem kann seinen Glauben nicht einfach aufgeben: Er würde Angst haben müssen um Leib und Leben. Es ist eben nichts mit der angeblichen Toleranz des Islam. Warum darf ein islamistischer iranischer Präsident die Vernichtung Israels und der Christen fordern? Was sind unsere Reaktionen? So gut wie keine. Was tun wir, verehrte Politiker, gegen diese Provokationen? Nichts. Bei uns schießen die Moscheen wie Pilze aus dem Boden, andererseits werden Christen in der Türkei, in Arabien, Indonesien usw. schikaniert wo es nur geht. Zu recht sind wir stolz auf unsere freiheitliche demokratische Ordnung, wehren uns aber nicht, wenn andere sie mit Füssen treten. Das sind bittere Erfahrungen, die da manch einer macht. Zu recht gilt es Diskriminierung anzuprangern, und sie per Gesetz zu bekämpfen, das muss aber für alle gelten, und darf keine Einbahnstraße sein.
Was nun Herr Sarazzin betrifft, dem kann eigentlich nichts besseres passieren, als diesen Wirbel um seine Person. Das füllt sein Portemonnaie in gigantischer Weise. Ich hoffe auf jeden Fall, dass sich eine seiner Thesen nicht erfüllt, nämlich die, dass wir uns selbst abschaffen!
Thomas SchmolzLeimbergstr.25, Balingen
