Städtle der kurzen Wege

Altstadtkern-Sanierung führt zu positivem Erscheinungsbild

Schömberg, 01.09.2010 von Andreas Westerhausen

Positiv beurteilt Bürgermeister Karl-Josef Sprenger den bisherigen Verlauf der Altstadtkernsanierung. Das Ziel, Wohnen im Innenbereich und damit der kurzen Wege, ist ein großes Stück näher gerückt.

Die Sanierung des Altstadtkernes in Schömberg läuft seit 2001. Im nächsten Jahr läuft das vom Land geförderte Sanierungsprogramm aus. Bis jetzt sind 27 Modernisierungsmaßnahmen von Privaten und zehn Ordnungsmaßnahmen – insbesondere Gebäudeabrisse erfolgt. Bei einem Fördervolumen von 3,3 Millionen Euro lag die Finanzhilfe vom Land bei knapp zwei Millionen Euro. Allein Privatleute haben 1,7 Millionen Euro in die Hand genommen um Wohnraum im Altstadtkern zu schaffen.

„Wichtig sei auch gewesen“, so Bürgermeister Karl-Josef Sprenger, „die Wohnungen den geänderten Wohnbedürfnissen anzupassen, ohne dabei die Stadtsilhouette zu zerstören.“ Zwar bleiben immer noch ein paar Wünsche offen, wie etwa die Bebauung vom Kreuzeck-Grundstück, aber daran arbeitet die Verwaltung.

Bei seinen nächsten Haushaltsberatungen wird sich der Gemeinderat mit dem Gelände hinter der Zehntscheuer beschäftigen. Dann wird es darum gehen, ob weitere Gebäude zur Arrondierung des Platzes abgerissen werden. Wegen der Nähe zu Kindergarten und Schule kann sich die Verwaltung dort eine Bebauung mit dem Thema Junges Wohnen vorstellen. Und dies bei optimaler Lage im Innenstadtbereich sowie das Naherholungsgebiet Stausee direkt vor der Tür. Auch bei dem einen oder anderen Gebäude im Innenstadtbereich wird es noch Diskussionsbedarf geben.

Rege Bautätigkeit herrschte dieses Jahr im Schörzinger Neubaugebiet Lehenbrunnen. Dort entstanden vier neue Wohngebäude in einem Wert von weit über eine Million Euro. Auch konnte das Wohnumfeld durch die Fertigstellung des Spielplatzes aufgewertet werden. Auf Lehenbrunnen können noch 13 Bauplätze von der Gemeinde erworben werden. „Ein ausreichendes Bauplatzangebot“, betont Bürgermeister Sprenger, „stärkt die Infrastruktur wie etwa Schule oder Kindergarten nachhaltig.“

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