Urlaubszeit und Ausbildungsende sind spürbar

Der Arbeitsmarkt im August: Arbeitslosenquote steigt im Ferienmonat um 0,2 Punkte auf 5,3 Prozent

Zollernalbkreis, 01.09.2010

Im August machte sich das Ende schulischer und betrieblicher Ausbildungsgänge auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar: 2 570 Menschen meldeten sich arbeitslos.

Da im gleichen Zeitraum nur 2 210 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 8 940. Im Landkreis Sigmaringen sind derzeit 3 400 Menschen ohne Arbeit, im Zollernalbkreis 5 540.

„Mit dem Anstieg der Arbeitslosigkeit im August war zu rechnen“, erläutert Hans-Josef Baum, Chef der Balinger Arbeitsagentur, die Statistik. „Die insbesondere zu Beginn der Ferien und am Ende eines Ausbildungsjahres steigende Zahl an Arbeitsuchenden kann der Arbeitsmarkt in diesem Monat traditionell nicht vollständig verkraften, da wegen der Haupturlaubszeit die Nachfrage nach neuem Personal geringer ist.“ Dennoch zieht er eine positive Bilanz, denn die Zahl der Arbeitslosen ist um 1 150 und damit 11 Prozent niedriger als im Vorjahr.

Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit hat zu etwas höheren Arbeitslosenquoten mit Steigerungsraten zwischen 0,1 und 0,3 Punkten in den einzelnen Geschäftseinheiten geführt. Die Quote liegt im August in Balingen bei 5,0 Prozent, in Hechingen bei 5,1 und in Albstadt bei 6,3. Für den Zollernalbkreis ergibt das eine Quote von 5,5 Prozent. Im Landkreis Sigmaringen sind es jetzt 5,0 Prozent. Für den gesamten Agenturbezirk beträgt die Arbeitslosenquote Ende August 5,3 Prozent. Das sind 0,2 Punkte mehr als im Juli, aber 0,7 Punkte weniger als im August des Vorjahres.

Der Anteil der Arbeitslosen, die zum Personenkreis der Hartz IV Empfänger gehört, ging im Vergleich zum Vormonat leicht zurück und liegt derzeit bei 51 Prozent (4586 Personen). Die Zunahme der Arbeitslosigkeit ist in diesem Bereich mit 90 Personen geringer ausgefallen als bei den SGB III-Arbeitslosen, die in der Regel weniger als ein Jahr arbeitslos sind. Deren Zahl stieg um 260 auf 4 350 Menschen.

Auf dem Ausbildungsmarkt sind die Aussichten deutlich besser als vor einem Jahr. Noch gibt es rund 460 Bewerber, die bisher keinen Ausbildungsplatz oder eine Alternative in der Tasche haben. Dem stehen aber 370 unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber, fast doppelt so viele wie 2009.

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