Fahrzeit nach Stuttgart verkürzt sich um fast eine halbe Stunde
Zum Schuljahresbeginn gibt es Verbesserungen im Zugfahrplan – Ministerin Gönner: Bahn muss Probleme rasch lösen
Zollernalbkreis/Sigmaringen, 01.09.2010
Zu Beginn des neuen Schuljahres wolle die Bahn den Zugfahrplan für den Landkreis Sigmaringen verbessern, teilte gestern Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner mit. Für Sigmaringen werde es wieder zweistündliche durchgehende IRE-Verbindungen nach Stuttgart geben, die rund 26 Minuten schneller seien als derzeit. In Sigmaringen gebe es jeweils einen Anschluss an die Donautalbahn von und nach Ulm. Der Anschluss an den InterRegioExpress (IRE) nach Aulendorf könne derzeit aber trotz der Fahrplanverbesserungen nicht hergestellt werden. Solange ohne Neigetechnik gefahren werden müsse, werde die Regionalbahn der HzL im Zwischentakt, in denen kein IRE verkehrt, weiterhin von Ebingen bis Sigmaringen durchfahren.
So könne die Verbindungskette von Tübingen in den Raum Ravensburg / Friedrichshafen erhalten werden. Aufgrund von Störungen hat die Bahn im vergangenen Jahr die Neigetechnik ihrer Fahrzeuge abgestellt. Seither fahren die zuvor zweistündlich verkehrenden IRE-Züge Stuttgart–Tübingen–Sigmaringen–Aulendorf nur noch bis Ebingen, wo sie wenden. Um den Stundentakt zwischen Tübingen und Sigmaringen beizubehalten, wurden die vorher im Zwischentakt nur bis Albstadt-Ebingen fahrenden Regionalbahnen der HzL bis Sigmaringen verlängert. Die Fahrzeit hat sich dadurch um insgesamt 43 Minuten verlängert. Durch die jetzt gefundene Übergangslösung könne der Fahrzeitverlust um 26 Minuten verringert werden, teilt die Ministerin mit.
Die Fahrt von Sigmaringen nach Stuttgart dauere dann noch zwei Stunden und zwölf Minuten (17 Minuten länger als im früheren Neigetechnikbetrieb). „Wir erwarten von der Bahn, dass sie die Probleme mit der Neigetechnik nun rasch löst“, betont Gönner.
