Ein Duell auf Augenhöhe mit den Löwen
Balingen, 30.08.2010 von Marcus Arndt
Gegen das Starensemble aus der Kurpfalz war zweifelsohne mehr drin! „Das Potenzial der Löwen ist atemberaubend“, meinte hingegen HBW-Manager Benjamin Chatton, „da kann man auch richtig Haue bekommen. . .“ Doch das Team um Kapitän Wolfgang Strobel verkaufte sich im Süd-Gipfel gut, sehr gut. Auch nach einem Vier-Tore-Rückstand (21:25/48.) kam der Low-Budget-Klub aus der schwäbischen Provinz noch einmal heran. Am Ende fehlten Sekunden zur Sensation.
„So eng hätte es nicht sein müssen“, ärgerte sich Löwen-Kommandogeber Ola Lindgren über verpasste Chancen und eine löchrige Abwehr. „19 Gegentore nach der Pause“, legte der Schwede die Stirn in Falten und fügte mit besorgter Miene hinzu: „Das ist nicht genug für unsere Ansprüche.“ Am Ende war er jedoch froh, „dass wir gewonnen haben. Das erste Spiel ist immer schwierig, man weiß nicht so richtig, wo man steht.“ Die Schwaben jedenfalls präsentierten sich deutlich stärker als in der Vorbereitung. „Mit dem Ergebnis können wir leben“, erklärte Chatton, während Brack nicht zufrieden war. „Es war mehr drin“, ärgerte sich der 56-Jährige. Ein Schwächephase in den ersten 30 Minuten sowie Siebenmeternieten waren am Ende entscheidend. „Gegen eine Mannschaft wie die Löwen können wir uns das nicht leisten“, betonte der Sportwissenschaftler, der Johan Boisedu einen „Super-Einstand“ attestierte. Der Franzose glänzte mit fünf Toren und tollen Anspielen. „Jo hat auch 'mal ein paar Bälle nach außen gespielt“, freute sich Brack. Weniger erfreulich für ihn: die Konterquote. Fünf Tore notierte Brack bei acht Versuchen: „Viel zu wenig. Erst recht, wenn man die Quote des Gegners (10 Tore, d. Red.) betrachtet.“
