„Alles, was mich bewegt“
Der 15-jährige Thomas Otto ist Songwriter und Musiker
Rosenfeld, 28.08.2010 von Rosalinde Conzelmann
Der 15-Jährige lebt mit seinen beiden Brüdern Christoph und Florian und den Eltern Hans-Jürgen und Anita Otto in der Kernstadt. Er besucht die zehnte Klasse der Balinger Realschule und ist ein guter Schüler. „Meine Brüder haben mich zur Musik gebracht“, erzählt er. Beide spielen Gitarre und so war es nicht verwunderlich, dass auch der Benjamin in der musikalischen Familie schon früh zur Westerngitarre griff. „Da war ich zehn oder elf Jahre alt“, sagt er.
Seither spielt Musik die Hauptrolle in seinen Leben. Der Schüler hat mit seinem Bruder Christoph und dem Schlagzeuger Valentin Gliesch eine Band gegründet, die seit vorgestern einen Namen hat: „Black Curtain“ , das heißt frei übersetzt „Ein dunkler Vorhang“. Der junge Sänger und Gitarrist findet, dass der Name richtig gut passt: „Denn viele meiner Texte sind etwas düster.“ Außerdem habe der Bühnenvorhang im Leben eines Musikers eine große Bedeutung.
Das Texten ist für den Teenager, der für seine Musik das Fußballspielen und und die Jugendfeuerwehr aufgegeben hat, ein Leichtes: „Wenn ich die Akkorde aufschreibe, weiß ich in der Regel auch schon die Texte.“ Er verarbeitet in seinen Songs – über 30 eigene sind es zwischenzeitlich – „alles, was einen bewegt“. In der Regel braucht er für das Texten eines Songs nicht länger als eine Stunde. Sein Lieblingslied handelt von dem Gefühl unerwiderter Liebe und heißt „You gave me Reason“. Am liebsten hört der Schüler, der noch bei den Pfadfindern ist, englische Musik aus den 80er- und 90er-Jahren – „ohne Kopfhörer und richtig laut.“ Weil sein Zimmer im Keller liegt, wird der Hausfrieden nicht gestört. „Außerdem mögen meine Eltern meine Songs und sind meine größten Fans“, sagt er lachend.
Die drei Musiker von „Black Curtain“ haben bereits Bühnenerfahrung. Ihr Band, damals noch namenlos, ist bereits in Bars und Kneipen in Balingen und Horb aufgetreten. Auch im Jugendhaus in Balingen oder im Club Schiller hatten die musikalischen Jungs schon Auftritte. Der 15-jährige Sänger steht gerne im Rampenlicht und hat Spaß bei seinen Liveauftritten. Er ist schon so routiniert, dass er vor seinen Auftritten kein Lampenfieber hat.
Der junge Songwriter freut sich besonders, dass er am Sonntag, 12. September in seiner Heimatstadt zur Eröffnung des Radtages auf dem Wilhelm-Sülzle-Platz singen und spielen wird. Es könnte sein, dass auch sein Bruder Christoph mit ihm auftritt.
Noch sind das Songschreiben und die Band ein Hobby des jungen Rosenfelders, der nach der Realschule aufs sozialwissenschaftliche Gymnasium will und danach, „ Psychologie oder Sozialpädagogik studieren will“. Insgeheim aber träumt der Schüler, der jeden Tag zur Gitarre greift, davon, „dass vielleicht doch mehr aus dem Hobby wird.“
