Tornado rasiert Schneisen in Wälder
Forstwirtschaftlicher Schaden: bis 200 000 Euro
Zollernalbkreis/Sigmaringen, 28.08.2010 von Holger Much
Wenn auch nicht so schlimm wie in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, so hinterließ Tief Cathleen mit Regenmassen und Sturm in Tornadostärke doch auch im Zollernalbkreis und im Kreis Sigmaringen seine Spuren. Besonders schlimm traf es Albstadt, wo die Feuerwehr mitten in der Nacht mehrfach wegen umgestürzter Bäume und abgedeckter Dächer ausrückte, auch Betriebsamt, Polizei und Forstamt waren unterwegs. Eugen Seyboldt, Büroleiter des Albstädter Forstamtes: „Die Schäden treten im Kreis lokal auf. Der Wald wurde besonders in Ebingen im Bereich Ochsenhaus und Umgebung, sowie bei Winterlingen-Harthausen geschädigt. Hier kann man richtige Schneisen sehen, die der Sturm in den Wald fräste.“ Eugen Seyboldt beziffert den forstwirtschaftlichen Schaden auf 2000 bis 3000 Festmeter, also rund 100 000 bis 200 000 Euro.
Während im Raum Balingen so gut wie nichts vorkam, wurden in Albstadt oder Hartheim Dächer abgedeckt, die Feuerwehr war die Nacht und den Vormittag damit beschäftigt, die Dächer neu zu decken oder mit Planen abzudecken. Mehrere Straßen um Albstadt und Meßstetten waren kurzzeitig gesperrt, weil sie von umgestürzten Bäumen freigeräumt werden mussten. In Gammertingen fiel, weil Bäume auf Stromleitungen gestürzt waren, gegen 2.15 Uhr der Strom für etwa eine Stunde aus. Alarm- und Brandmeldeanlagen wurden dabei ausgelöst. Personen kamen offenbar nicht zu Schaden. Näheres auf der Seite Albstadt.
