Hygiene hat großen Stellenwert

Klinikum setzt auf Management und Kontrolle

Zollernalbkreis, 26.08.2010

Der tragische Tod von drei Säuglingen an der Universitätsklinik Mainz hat die Bevölkerung aufgeschreckt. Laut werden Fragen nach ausreichender Hygiene auch im Zollernalb Klinikum.

Ernährungslösungen für Säuglinge würden im Zollernalb Klinikum nicht verwendet, da es keine Abteilung für Kinderheilkunde gibt, informieren Landrat Günther Martin Pauli in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender und Klinikumsgeschäftsführer Josef Weiss.

Bei den Infusionen der Universitätsklinik Mainz habe es sich um Ernährungslösungen gehandelt, die aus verschiedenen Komponenten externer Hersteller in der dortigen Klinikumsapotheke täglich patientenindividuell hergestellt werden. In der Zentralapotheke des Zollernalb Klinikum würden vor Ort keine künstlichen Ernährungslösungen hergestellt. Die Ernährung der Patienten erfolge vielmehr über einen von der Industrie im geschlossenen sterilen System gelieferten Zwei- oder Dreikammerbeutel. Die Kammern der Beutel würden erst unmittelbar vor dem Anhängen der Infusion ohne Öffnen des Beutels gemischt.

Im Zollernalb Klinikum werde großer Wert darauf gelegt, dass die hygienischen Anforderungen erfüllt werden, betonen Pauli und Weiss. Der Krankenhaushygieniker kümmere sich mit weiteren Fachkräften, Ärzten und einer Kommission darum, dass die Krankenhaushygiene organisiert und gewährleistet sei. Als Grundlage dienen die Hygienerichtlinien und der Hygieneplan. Bei regelmäßigen Krankenhausbegehungen, unter anderem auch mit dem Gesundheitsamt, werde kontrolliert und überwacht, dass die Bestimmungen eingehalten werden.

Die Hygieneanforderungen des Robert-Koch-Institutes beschränken sich nicht allein auf die Organisation eines Krankenhause, umfassen vielmehr auch das gesamte Gebäude. Beim Neubau und der Sanierung des Krankenhauses Balingen werde darauf geachtet, dass die Anforderungen erfüllt werden.

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