Wo ist denn nur mein Sender?
24.08.2010 von Gudrun Stoll
Es gibt Dinge, die sind einem lieb und teuer. Dazu gehört bei mir auch der Radiosender. Ich höre und schätze seit vielen Jahren SWR1. Zu Hause und auch während der Autofahrt.
In jüngster Zeit kann ich mich jedoch des Eindrucks nicht erwehren, dass die Reichweite meines Lieblingssenders geringer wird. Früher konnte ich bis nach Zürich fahren und blieb auf dem Laufenden, über das, was in der Heimat so passierte. Ohne Rauschen und Störsignale. Mittlerweile springt mein automatischer Sendersuchlauf schon im Hegau an und sucht nach Alternativen. Wie wär's mit italienisch aus der schweizer Radioküche ?
Der Visite im Nachbarland folgt nur wenige Tage später der Ausflug an den Bodensee. Aber auch auf dieser doch recht kurzen Distanz macht sich der Sender aus dem Ländle schon vor den Toren von Ravensburg aus dem Staub. Darf es lieber Pop für die ganz junge Generation sein? Oder soll ich von U wie flotte Unterhaltung zu E wie ganz getragene Klassik wechseln? Kommt bei diesem super Wetter gar nicht in Frage. Auf der abendlichen Rückfahrt wiederholt sich das Drama: Durch ganz Oberschwaben behält ein schweizer Sender die Oberhand, dessen Programm wohl eingefleischte Fans von Country Musik in Entzücken versetzt, aber nicht unbedingt meinen Musikgeschmack anspricht. Den Weg zurück ins SWR1-Land begleitet letztendlich Bayern3. Mit echt coolem Rock und Pop aus den Achtzigern. Macht richtig Spaß, was die Münchner da zusammengestellt haben. Und der Sender hält und hält und hält. . .
