Das Telefon klingelt kurz vor Meldefrist im Minutentakt

Albstadt-Ebingen, 24.08.2010 von Marcel Schlegel

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Bis gestern hatten die Spielerinnen und Spieler Zeit, sich für die 64. Auflage des Zollern-Alb-Tennis-Turniers der TG Ebingen einzuschreiben, welche am Donnerstag beginnt und am Sonntag endet.

Bis so eine Meldeliste für ein Turnier endgültig steht, das kann bekanntlich dauern. Die Spielerinnen und Spieler melden zunächst sehr zurückhaltend, so richtig in Fahrt kommt das Anmeldungsprocedere zumeist erst kurz vor dem Meldeschluss. Einen Umstand, den auch Angelika Kopf nur allzu gut kennt. „Am letzten Tag der Meldefrist klingelt bei mir im Minutentakt das Telefon“, berichtet die Ebinger Klubmanagerin. Stündlich könne sich daher die Setzliste, die sich an den Platzierung der Spieler auf der DTB-Rangliste orientiert, ändern.

Gestern endete besagte Meldefrist – und eines kann Kopf nach Durchblick der Anmeldungen mit Fug und Recht behaupten: „Wir sind vor allem in der Herren-Konkurrenz deutlich stärker besetzt als im Vorjahr.“ Dies hatte sich angedeutet. Bereits in der Vorwoche hatte sich mit Andrei Plotniy, der für die TG Nord Düsseldorf das Racket schwingt, ein erster „Hochkaräter“ angemeldet. Der Russe, der derzeit nur über eine ATP-Rangliste verfügt und auf dieser Platz 962 belegt (entspricht DTB-Rang 118), scheiterte zuletzt beim Turnier in Birkmannsweiler, welches wie der TGE-Klassiker zur Dunlop-WTB-Serie gehört, erst im Halbfinale und führte die Setzliste des Ebinger Turniers noch vor Wochenfrist an. Auch das ist nun Geschichte: Die neue Nummer eins heißt Peter Svabik. Der Tscheche vom TSV Altenfurt wird derzeit auf DTB-Rang 105 geführt.

Das illustre Teilnehmerfeld der Herren vervollständigt unter anderem der Aschaffenburger Maximilian Kuhn (DTB 178), der 2008 im Endspiel des TGE-Turniers stand. Auch der TC Hechingen schickt ein Trio nach Albstadt: mit Matthias Martin (DTB 371), Nico Dreer (DTB 498) und dem erst 18-jährigen Youngster Scott Wagner. Vom TC Tailfingen versucht Oliver Kiefer beim Ebinger Sandklassiker sein Glück.

Heute früh will die Ebinger Klubmanagerin mit dem Württembergischen Tennis-Bund Rücksprache halten, an wen die drei Wildcards für das 32er-Hauptfeld gehen. Über die Veranstalter-Wildcard dürfe sich, so wie es aussehe, wohl der TGE-ler Manuel Pick freuen, verrät Kopf.

Bei den Damen sind mit der 2009-Finalistin Laura Sadria (DTB 52/TSG Heidelberg) sowie der Nummer 64 der DTB-Rangliste, Anastasia Wagner vom TEC Waldau Stuttgart, zwei Spielerinnen, die weit unter der Top-100 gelistet sind, ganz oben auf der Setzliste zu finden. „Bei den Damen befinden wir uns so in etwa auf dem Niveau des Vorjahres“, urteilt Kopf, die sich unter anderem mit Jacobea Junger (DTB 138/TC WR Stuttgart), der Berlinerin Santina Langer (DTB 154) und der Halbfinalistin von 2008, Bonnie Becker vom TC Lauffen, über weitere spielstarke Teilnehmerinnen freuen darf. Mit Christina Oberger aus Bitz (spielt für den TV Reutlingen) hat überdies eine ambitionierte Spielerin aus der Umgebung gemeldet.

Freude und zugleich auch ein wenig Leid bereitet der Organisatorin derweil die Meldeliste der in diesem Jahr neu eingeführten B-Konkurrenz der Herren. „Bei uns sind 42 Meldungen eingegangen, wir haben aber nur Platz für 32 Spieler“, berichtet Kopf. Dass die Neuerung so gut ankomme, freue die Veranstalter natürlich. Andererseits sei es freilich auch schade, dass sie vielen Akteuren absagen musste, meint die TGE-Funktionärin. Der Andrang, da ist sich Kopf indes sicher, hänge mit der Einführung der Leistungsklassen zusammen. Denn auch die Ergebnisse des Ebinger Sandklassikers würden in das neue altersunabhängige Bewertungssystem der Spieler einfließen.

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