Frauenetappen-Rennen zieht kaum noch
Vereine auch für Rahmenprogramm mit vielen Helfern im Einsatz – Bürgerinteresse aber bescheiden
Albstadt-Ebingen, 23.08.2010 von Horst Schweizer
Drei Vereine, rund 120 Helfer als gemeinsames Team, das mit seiner vorbildlichen Arbeit nicht überall zu finden ist. Der WSV Pfeffingen, RSV Tailfingen und der Skiclub Truchtelfingen sorgten zum elften Mal Hand in Hand und Stadtteil übgreifend für die Durchführung des Frauen-Etappenrennens. Sie wollten an den drei Renntagen von Freitag bis Sonntag ihrem Publikum einiges bieten, auf eine Art, wie man dies bisher in all den Jahren nicht kannte. Allerdings nützt selbst das größte Engagement nichts, wenn die Bevölkerung, so wie am Samstag bei der Bergetappe in Pfeffingen, sich nicht mehr mit der Veranstaltung identifiziert. Ein Abwärtstrend, der seit Jahren zu beobachten, der Interessenzenit längst überschritten ist. „Was sollen wir Vereine überhaupt noch machen, wenn unsere Angebote nicht angenommen werden“, so Roger Schwart, erster Vorsitzender vom Turnerbund Pfeffingen, welcher die Veranstaltung besuchte.
Um auch den Anwohnern auf Langenwand bei der Bergetappe etwas zu bieten, wurde bei der Flaschnerei Neumann in der Tulpenstraße für Bewirtung und Sitzmöglichkeiten gesorgt, die Besucher von Moderator Martin Bitzer über die aktuellen Zwischenstände der acht Runden über 84 Kilometer informiert. Uli Bock, Chef der Landessportschule, moderierte im Start- und Zielbereich in Pfeffingen, beide hatten stetigen Kontakt miteinander, um stets aktuell zu sein.
Ein Shuttle-Bus verkehrte zwischen den Stadtteilen; aus Sicht von Dirk Lehnert und Marinus Merz vom WSV Pfeffingen wurde dieser recht gut angenommen. So hatten die Besucher die Möglichkeit, an neuralgische Punkte der 10,5 Kilometer langen Strecke zu kommen. Durch viele Wege und Zufahrten waren bei dieser Etappe 42 Streckenposten im Einsatz. Vereinzelt trafen sich die Anwohner, um in gemeinsamer Runde, auf gut schwäbisch „mit Kind und Kegel“, die Fahrerinnen bei sommerlichen Temperaturen beim Aufstieg in Richtung Zitterhof anzufeuern oder sie mit Rätschen lautstark zu unterstützen.
Die Rahmenprogramme boten viel Unterhaltung. Vor allem an Kinder wurde gedacht, so durch Hüpfburgen und Karussell. Ein Stand mit Süßigkeiten fehlte ebenso wenig wie Livemusik. Am Freitag in Truchtelfingen sorgte Tobias Conzelmann mit Band für den guten Ton, in Pfeffingen die „Acoustix“ für gute Stimmung. In Tailfingen unterhielt gestern zur Frühschoppenzeit auf dem Volksbank-Parkplatz die Partyband „Hautnah“, welche in den Monaten zuvor sogar einige Auftritte in Las Vegas hatte.
