Das Sommerloch

21.08.2010 von Zora Bombach

In den vergangenen Tagen bekam das im Leben von uns Zeitungsmachern so geflügelte Wort „Sommerloch“ eine ganz neue Bedeutung… Nicht die Nachrichtenflaute störte mich, sondern die Temperatur: Der Sommer selbst hat ein Loch! Und da hört der Spaß doch auf. Warum fährt man denn im Sommer nicht in den Urlaub? Genau, um das wundervolle Wetter zu Hause zu genießen, umgeben von malerischer Natur und zirpenden Grillen auf der eigenen Terrasse.

Dumm nur, dass ich nach dem Arbeiten überhaupt keinen Drang verspüre, die Terrassentür auch nur mit dem Hintern anzusehen. Vielmehr lockt der Holzofen mit seinem warmen Feuerschein. Da ich nicht als verfroren gelten will, bleibt der Holzofen aber aus und ich wickle mich tapfer in eine Wolldecke, bevor ich mir ein Buch schnappe. Dann frage ich mich, wie wird da erst der Winter? Und noch bevor ich die Frage zu Ende gedacht habe, träume ich schon von Dezembertagen am Strand, die ich faul in der Sonne liegend langsam verstreichen lasse. Der Winter kann von mir aus nämlich gerne ein Loch haben!

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