Schwitzen für die neue Liga
Handball: Albstädter Zweitliga-Frauen beziehen Trainingslager
Albstadt-Ebingen, 14.08.2010 von Marcel Schlegel
Eines steht fest: Bei den Schwarz-Roten brennt man auf die anstehende Zweitliga-Saison. Zeljka Rajak jedenfalls lässt keinen Zweifel daran, dass ihre Mädels bereit sind, für das Unterfangen Klassenerhalt ordentlich zu rackern. „Alle ziehen mit“, berichtet Albstadts Kommandogeberin, die ihren Schützlingen bislang ein hartes Programm auferlegt hatte: „Kondition und Ausdauer standen im Mittelpunkt. Nur vereinzelt haben wir spielerische Elemente ins Training eingebaut – für die Neuen.“
Jene Neuzugänge scheinen ins Gefüge der HSG zu passen. Rajak: „Die Mädels haben die Neuen gut aufgenommen.“ Allen voran Johanna Schmidt (zuletzt SG Kleenheim), welche beim ersten echten Test der Schwarz-Roten, beim Erna-Feinauer-Gedächnisturnier in Echterdingen, als beste Werferin des Turniers glänzte, scheint sich in neuen Gefilden pudelwohl zu fühlen. Rajak verrät: „Die Neuen haben einen guten Eindruck hinterlassen.“ Auch von Lisa Gebhard habe sie sich in Echterdingen – die HSG-Damen wurden Zweite – ein gutes Bild machen können, meint die Trainerin, welche die Linkshänderin sowohl auf den Halbpositionen, als auch auf Rechtsaußen – in der Vorsaison ob Linkshändermangel oftmals eine Problemposition – eingreifen ließ. Auch die erst 17-jährige Helen Schick, die langsam an die Mannschaft herangeführt werden soll, bekam ihre Einsatzzeiten. „Das dauert noch ein bisschen“, will Rajak dem Talent (kam vom TV Bitz) noch Zeit geben. Eine „Neue“ fehlte bislang: Die Kreisläuferin Berna Ulucan, die aus Haslach kam: „Sie heiratet und ist noch in der Türkei.“
Zuletzt gab die Trainerin ihren Spielerinnen zehn Tage frei. Seit Dienstag schuften sie wieder – weiterhin stehen Laufschuhe und Medizinbälle im Mittelpunkt. Auch am Wochenende, wenn das Rajak-Team ein Trainingslager auf dem Waldheim bezieht. Warum da? „Wegen den Bergen“, lächelt Rajak und verspricht: „Das ist die letzte Konditionseinheit.“ Anschließend stünden spielerische Elemente im Vordergrund. Und auch da gebe es noch eine Menge zu tun. „Die 2. Liga ist mit der Regionalliga nicht zu vergleichen“, sagt Rajak, „von der Spielgeschwindigkeit und der körperlichen Robustheit her ist das Niveau um ein Vielfaches höher.“
Ob Albstadt diesen Anforderungen gewachsen ist, wird am 28. und 29. August beim Toto-Lotto-Cup in Oßweil zu sehen sein, an dem sich auch sieben zumeist ausländische Erstligisten beteiligen. Aber auch der deutsche Bundesligist SG BBM Bietigheim gibt sich beim Turnier im Ludwigsburger Stadtteil die Ehre. Da mitzumachen sei „eine tolle Sache“, findet Rajak, zumal das Turnier erstmals zweitägig und einen Platz unter den 20 Teams zu bekommen äußerst schwierig sei.
Dass auch der Ligaverbleib kein Zuckerschlecken werde, das sei in Reihen der HSG jedem klar. „Es wird schwierig“, gibt Rajak zu. Zumal Albstadt, für welches das Abenteuer 2. Bundesliga am 11. September beim TuS Weibern beginnt, zum Auftakt dreimal auswärts ran muss. Das Heimrecht für das Duell gegen den TuS Metzingen am zweiten Spieltag (18. September) musste aufgrund einer Veranstaltung im Albstadion getauscht werden. „Wir nehmen's wie es kommt“, ist Rajak trotzdem frohen Mutes.
