Klimt braucht Worte
Ulrich Klingler zieht eine erste Zwischenbilanz
Balingen, 11.08.2010 von Karl-Otto Müller
Über 160 verkaufte Karten zu den ZAK-Kunstsommer-Führungen, die heute ihre Fortsetzung mit Roman Scheidl erfahren, sprechen deutlich auch für die diesjährige Balinger Gustav-Klimt-Schau.
Sehr wohl beobachte er großes Interesse an dieser Schau, so wie die ZAK-Gruppe registriere er seit den ersten Tagen schon allgemein auffallend große Gruppen, sagt Stadthallen-Geschäftsführer Ulrich Klingler.
Der Wiener Künstler wie auch der viele Jahre verschollene, anfänglich doch auch sehr umstrittene „Beethovenfries“, Herzstück der Balinger Schau, stießen durchaus auf breites Kunstinteresse, weniger indes die zahlreichen Zeichnungen, die Ausstellung abrunden. „Vermisst würden in der Tat die tollen Ölbilder, für die der Künstler eben auch steht“, hört Klingler und erklärt sich damit die doch etwas hinter den Erwartungen liegenden Besucherzahlen. Rund 400 Gäste zähle man in der Ausstellung täglich, dies beschere dem neuen Restaurant erfreuliche Umsatzzahlen, für die Ausstellung allerdings bedeute dies heute nach knapp sechs Wochen rund 13 000 Besucher. „Nicht ganz das, was wir erwartet hatten“, räumt Klingler ein – gibt aber die Hoffnung noch nicht auf: Anfängliche Hitzetage hätten einen schleppenden Start besorgt, jetzt, da das Wetter ausstellungsfreundlicher sei, könne sich durchaus noch ein Hype einstellen, der der Ausstellung bisher fehlte. Ein Hype, der quasi die Begeisterung auslöse. Zumindest ansatzweise sei dies mit der neuen Hallenarchitektur gelungen. Sein Optimismus gründe vor allem in der bundesweit positiven Presseresonanz, die er auf diese Balinger Ausstellung hin erfahren habe.
Die Ausstellung finde Beachtung und reichlich Lob – da könne sich in den verbleibenden sieben Wochen noch einiges bewegen.
