Ein Restaurant und viele Büros
Sparkasse erweitert mit dem Kauf des „Sternen“ ihre innerstädtische Planungsfläche
Balingen, 10.08.2010 von Karl-Otto Müller
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Sparkasse Zollernalb das Wohn- und Geschäftshaus Friedrichstraße 5 erworben. Eine erste Planung sah vor, nach Abbruch des Gebäudes ein neues Geschäftshaus entstehen zu lassen – nach dem Wunsch der Stadtplaner sollte das Erdgeschoss mit Gewerbe genutzt werden, das erste und zweite OG als Bürofläche, darüber Innenstadtwohnungen.
Die Pläne des neuen Bauherrn, der Sparkasse Zollernalb, sahen und sehen nach wie vor eine Gastronomie vor, die Büroflächen allerdings würden die notwendigen Erweiterungspläne des Geldinstituts nicht erfüllen können. Deshalb habe man die Gelegenheit genutzt, nunmehr auch das Gebäude Friedrichstraße 7, das Gasthaus „Sternen“, eines der ältesten Balinger Traditionsgasthäuser – einst unmittelbar verbunden mit dem Posthalterhof auf dem Heuberg – zu erwerben.
Die neuen Planungen seien bereits in vollem Gange, erläuterte Schmid. Beide alten Gebäude sollen durch einen Neubau ersetzt werden. Nach wie vor geplant sei, im Eckgebäude ein Restaurant – allerdings auf zwei Etagen – unterzubringen. Schmid: „Mit Bistro-Charakter im Erdgeschoss, mit gehobener Gastronomie im ersten Obergeschoss.“ Hier sehe er für Balingen noch reichlich Bedarf. Darüber würde er am liebsten nur noch Sparkassen-Büros einrichten. „Wir brauchen den Platz dringend“, betont Schmid – und weiß nur zu gut um die derzeit nötige Überzeugungsarbeit im Balinger Stadtplanungsamt. Dort möchte man von seinem Standardkonzept „Gewerbe im EG, Büro im ersten OG, Wohnen im 2. OG“ auf keinen Fall abweichen. Erst recht nicht in der Friedrichstraße.
Wie lukrativ solche Gewerbeflächen, aber auch Wohnflächen in Balingens zentraler Lage sind, bekommen die Bauherren seit Wochen tagtäglich zu spüren und zu hören: Täglich melden sich heimische und auswärtige Interessenten, die diese neue Gastronomie übernehmen wollten. Deutsche, schwäbische und natürlich auch ausländische Küche. Eine Entscheidung sei bislang nicht getroffen.
„Ein guter Standort und ein gutes bauliches Konzept“, sieht Markus Schmid die Pläne seines Architekten Till Wäschle bestätigt. Bis 2012, so der Sparkassenchef, sollte das Projekt realisiert sein. Diese Termine seien durch mittelfristige Pläne des Geldinstituts vorgegeben, das sich damit auf die neuen EU-Gesetze für alle Geldinstitute auszurichten habe. Gut zwei Dutzend neuer Arbeitsplätze würden damit wohl geschaffen.
Bewohner und Geschäftsinhaber des Eckgebäudes Friedrichstraße 5 hatten sich bereits in der ersten Jahreshälfte standortmäßig neu orientiert – wir berichteten mehrfach.
