„Wenn das Internet ausfällt, wird’s hart“

INTERVIEW MIT ANDREAS FECHTER

Hechingen, 07.08.2010

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Jedes Jahr ziehen die Hechinger Ladies Open mehr und mehr Spielerinnen und Zuschauer an. Damit bei einem solchen Event die Technik mitspielt, braucht es ein erfahrenes Team im Hintergrund.

Andreas Fechter, selbst passionierter Tennis-Spieler, gehört zu diesen Helfern seitdem es die Ladies Open gibt. Mit 14 Jahren übernahm der Hechinger das erste Mal die Leitung und Organisation des IT-Büros. Der 27-jährige Informatiker sprach mit unserem Redaktionsmitglied Zora Bombach über Technik, Tennis und seine Teamkolleginnen.

Wie wurden Sie zum EDV-Experten des Hechinger Turniers?

ANDREAS FECHTER: Als die Ladies Open 1998 das erste Mal stattfanden, gab es noch nicht so viele Leute, die sich mit Computern auskannten. Da ich mich damit in meiner Freizeit beschäftigt hatte und dies mein zweites Hobby war neben dem Tennis-Spielen, hat mich Gerhard Frommer (Organisator, d. Red.) gefragt, ob ich nicht das IT-Büro übernehmen könnte. Ich habe sofort zugestimmt.

Welche Aufgaben erfüllen Sie mit ihrem IT-Büro?

FECHTER: In erster Linie sind wir für alles zuständig, was mit EDV zu tun hat. Das heißt, wir richten einen Tag lang alles ein – mit Druckern, Rechnern, der kostenlosen Wlan-Verbindung und jeder Menge Kabel. Außerdem haben wir seit diesem Jahr den Live-Score online und sorgen dafür, dass die Spielstände möglichst aktuell im Internet stehen. Zusätzlich haben wir für die Ladies Open ein eigenes Facebook-Profil angelegt, um die Fans auf dem Laufenden zu halten. Neben diesem IT-Schwerpunkt kümmern sich die beiden Frauen und ich um die Koordination des Fahrdienstes. Wir zahlen auch das Preisgeld aus, ziehen die Steuern fürs Finanzamt aber gleich selbst ab. Seitdem ich dafür ein PC-Programm geschrieben habe, müssen wir es immerhin nicht mehr von Hand ausrechnen. Das macht es etwas leichter.

Was passiert, wenn bei Ihnen das Internet ausfällt?

FECHTER: Das kann hart werden, schließlich bieten wir den Spielerinnen und Schiedsrichtern die gesamte Woche über eine kostenlose Wlan-Verbindung an. Wenn es so häufig regnet wie dieses Mal, wird dieses Angebot sehr gut angenommen: Die Spielerinnen chatten mit Bekannten, pflegen in sozialen Netzwerken ihre Kontakte oder telefonieren über Internet mit Freunden und Familie. Ist die Verbindung weg, kommen natürlich alle zu mir gerannt. Ich muss sie dann beruhigen und dafür sorgen, dass das Internet so schnell wie möglich wieder funktioniert.

Haben Sie bei diesem gut gefüllten Zeitplan auch die Möglichkeit, sich selbst einige Spiele anzusehen?

FECHTER: Ein paar Spiele sehe ich schon im Laufe dieser Woche. Und wenn ich ein besonders spannendes Match unbedingt anschauen möchte, kann ich kurz weg – zumindest für einen Satz. Im Laufe der Jahre merkt man, wann 'mal Luft für eine Pause ist.

Sie machen den Job nun seit mittlerweile zwölf Jahren. Was bewegt Sie dazu?

FECHTER: Man sieht bekannte Gesichter, genießt die Atmosphäre und freut sich mit den Zuschauern, wenn sie zufrieden sind. Es ist immer eine spannende und abwechslungsreiche Woche – und es macht jedes Mal unheimlich viel Spaß! Mit Rosi Keinath und Sarah Sprauer, die übrigens auch gerade 14 Jahre alt ist, habe ich ein super Team. Bei uns geht's dann eher lustig, als stressig zu. Außerdem ist es schön zu beobachten, dass sich das Turnier über die Jahre so toll entwickelt hat.

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