Das Hauptfeld bei den Hechinger Ladies Open ist bestellt
Hechingen, 04.08.2010 von Michael Schneider
Seit gestern geht’s richtig rund auf der Tennisanlage des TC Hechingen, bei den Ladies Open fiel der Startschuss für das Hauptturnier. Zuvor mussten allerdings noch die restlichen Quali-Matches über die Bühne gebracht werden, nachdem der regnerische Montag für eine Unterbrechung bei der 13. Auflage des Tennis-Festivals sorgte.
Wie angekündigt hatte die Witterung keine Auswirkungen auf den weiteren Turnierverlauf. Um das Programm zu entzerren, öffneten die Organisatoren einfach weitere Courts. „Wir haben auf acht Plätzen weitergespielt, dafür mussten wir einen zusätzlichen Schiedsrichter ordern. Das kostet dann zwar ein paar Euro mehr, war für den Ablauf aber absolut notwendig“, berichtet Chef-Organisator Gerhard Frommer.
Um 9.30 Uhr wurden die Ladies Open gestern fortgesetzt, das Hauptfeld war allerdings erst am Nachmittag komplett. Keineswegs unschuldig daran war Lokalmatadorin Katerina Avdiyenko. Die an Nummer 493 der WTA-Weltrangliste geführte Ukrainerin benötigte gegen die Niederländerin Danielle Harmsen (421) nämlich drei Sätze, um sich schließlich nach starker Leistung mit einem 6:7, 6:3 und 6:4 für das Hauptfeld zu qualifizieren.
Marlena Pietzuch konnte es ihrer Hechinger Mannschaftskollegin nicht gleichtun, am Ende fehlte trotz tadelloser Vorstellung das Glück. Am Vormittag glänzte Pietzuch noch mit einem 6:4, 7:5 über die 419 der Welt, Carla Lucero – das entscheidende Duell gegen Bibiane Schoofs aus den Niederlanden verlor sie aber mit 3:6, 4:6. „Das Match gegen Lucero war eine Spitzenleistung, so stark habe ich Marlena noch nie gesehen“, zollte Frommer Respekt. Gleichzeitig hoffte der TCH-Sportwart am Abend auf die Lucky Loser-Regelung, durch die Pietzuch doch noch ins Hauptturnier rutschen könnte.
Annähernd problemlos gelang dies der für die Quali topgesetzten Eva Birnerova – die Tschechin bezwang Linda Berlinecke mit 6:3, 7:5. Für klare Verhältnisse sorgte die Polin Magda Linette in ihrem Abschluss-Einzel gegen Milana Spremo (6:1, 6:0). Ähnlich stark war die Vorstellung der Deutschen Scarlett Werner gegen die favorisierte Japanerin Erika Sema, am Ende gab's ein 6:2, 6:3.
Ines Ferrer-Suarez aus Spanien löste ihr Ticket für das Hauptturnier mit einem 6:3, 6:1 gegen die Kroatin Indire Akiki. In den restlichen zwei Quali-Finals ging es über drei Sätze. Zuzana Luknarova (Slowakei) gewann gegen die an Nummer zwei gesetzte Leticia Costas-Moreira (Spanien) mit 6:1, 0:6, 6:4, Angelique van der Meet (Niederlande) behielt gegen Emilia Yorio (Argentinien) mit 2:6, 6:1 und 6:3 die Oberhand.
Das Hauptfeld der 13. Ladies Open ist also beisammen, die Favoritin steht für Frommer fest. „Patricia Mayr aus Österreich ist wegen ihres Top-Rankings ganz klar die heißeste Titelanwärterin“, verweist der Chef-Organisator auf die Nummer 118 der Welt.
