ZAK-Wanderungen starten am Montag
Treffpunkt zur ersten Tour um 17.30 Uhr an Laufens Sportplatz – Kundige Führung und deftiges Vesper
Albstadt-Ebingen, 31.07.2010 von Karl-Otto Müller
Es ist das kleine Jubiläum. Zum fünften Mal veranstalten die Stadt Albstadt und der ZOLLERN-ALB-KURIER gemeinsam diese Wandertouren. Eine kleine Erfolgsgeschichte, die mit der Vorstellung so genannter Albguides begann. Heute so selbstverständlich wie die Albvereine. Beide tragen maßgeblich zum Gelingen dieser beliebten Wandertouren bei, ihre Wanderführer zeigen uns die schönsten Pfade und Winkel rund um Albstadt.
Bonbon der Wanderungen ist regelmäßig der gesellige Abschluss bei einem kleine Vesper. Dabei werden seit den ersten Wanderschritten an begleitet von unseren heimischen Getränkelieferanten Saft-Stingel aus Weilstetten, Imnauer Fürstenquelle und der Rosenfelder Lehner-Brauerei.
Organisatorisch liegt das Wanderprogramm seit den ersten Tagen im Jahre 2006 bei dem Team von Kulturamtsleiter Martin Roscher. Und dieser? Er schöpfte quasi aus diesen nunmehr rund zwei Dutzend Wandertouren ausreichend Erfahrungen für ein überzeugendes Tourismuskonzept, dessen Masterplan er in der vergangenen Woche seinen Albstädter Gemeinderäten präsentierte. Inhalt desselben sind sieben neue Rundwege im Tagesformat, die Albstadt zum neuen Stern am Wanderhimmel machen – über diese so genannten „Traufgänge“, die am 2. Oktober offiziell vorgestellt und eröffnet werden, lesen Sie unten stehend das Wichtigste.
Unsere erste Albstädter ZAK-Sommerwanderung startet bereits am kommenden Montag, 2. August, 17.30 Uhr, im Naturschutzgebiet Untereck. Es führt uns Richard Renz. Die Wanderzeit beträgt voraussichtlich zwei Stunden, die Wetterprognosen sehen gut aus.
Zu den naturkundlichen Reizen dieser Tour heißt es einladend: Der vom Weißjura gebildete Geländeknick des Albtraufs erhebt sich im Südwesten zwischen Ratshausen und Laufen bis auf eine Höhe von 1000 Metern und überragt damit das Albvorland um gut 400 Meter. Dieser Steilabfall ist heute nahezu durchgängig bewaldet. Das war er, soweit sich das geschichtlich nachweisen lässt, in den steilsten Lagen wohl schon immer. Glatte, steile Böschungen des geschichteten Weißjura bei der „Häfner Halde“ mit ihren Schuttbahnen und Riegelwäldern sowie die harten, dichten Massen der Schwammstotzen (Grat) als weißes Band über dem Waldgürtel sind die charakteristischen Merkmale des Albtraufs beim Untereck. Den unteren Hangteil des Naturschutzgebietes bedecken Buchen-Tannenwälder verschiedenster Ausprägung und Schluchtwälder mit Bergulme, Bergahorn und Esche, mit Silberblatt und Hirschzunge. Hervorzuheben sind die reichen Eibenvorkommen. Darüber breiten sich Breitgras-Halden, Blaugras-Halden und Felsbandgesellschaften mit ihren zahlreichen Relikten aus der Eiszeit und noch früheren Wärmeperioden aus. Trotz der frühen Ausweisung als Schutzgebiet – zuvor war das Hanggelände bereits im Jahr 1924 zum Bannwald erklärt worden – und seiner extrem abgelegenen, steilen Lage, die wirtschaftliche Zeiten zu allen Zeiten gering hielt, ist der „Urwald“ Untereck heute in besonderer Weise gefährdet.
Treffpunkt für alle Mitwanderer ist auf dem Parkplatz „Sportplatz Albstadt-Laufen“, unmittelbar an der Straße Richtung Tieringen.
Der Modus entspricht dem der Vorjahre: Zu Beginn unserer Tour können alle Teilnehmer am Stand des Kulturamtes einen Gutschein für Vesper und Getränk erwerben (3 Euro), ein Teil kommt den Albvereinen und Albguides zugute.
Übrigens: Wer unsere Berichte zu den Wanderungen aufmerksam liest, dem wird es leicht fallen, die Fragen unseres Gewinnspiels zu den Albstadt-Wanderungen am ZAK-Stand zu beantworten. Immerhin warten lukrative Preise.
