„Es kostet nur einmal“

DRK-Kreisverband: Rolf Holder geht, Carmen Merz kommt

Balingen, 24.07.2010 von Zora Bombach

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Dem Ende der „Ära Holder“ wohnten gleich zwei Anfänge inne: Der DRK-Kreisverband Zollernalb hat mit Carmen Merz eine neue Geschäftsführerin und feierte das im frisch eingeweihten DRK-Forum.

Es war eine emotionale Doppelfeier, die die Gäste gestern in der Henry-Dunant-Straße erlebten. Neben der Premiere des fertiggestellten DRK-Forums stand die Verabschiedung von Rolf Holder an, der 18 Jahre lang die Geschicke des Kreisverbandes als Geschäftsführer gelenkt hatte.

Die Architekten des modernen und zugleich markanten Neubaus ergriffen als erste die Möglichkeit, Holder und seiner Nachfolgerin Carmen Merz Dank auszusprechen. „Sie waren während der 15-monatigen Bauzeit jederzeit zur Stelle und hatten immer offene Ohren für uns“, betonten sie.

Ehrengast Dr. Lorenz Menz, Präsident des DRK-Landesverbandes, gratulierte dem Kreisverband zum neuen Gebäude. „Herr Holder, sie haben viele gute Frauen und Männer um sich geschart“, stellte Menz fest. „Wir mussten immer mit ihnen rechnen, konnten aber auch jederzeit auf sie zählen“, würdigte er Holders Arbeit. „Noch dazu haben sie ihre Nachfolge nahtlos eingeläutet“, erklärte er und wünschte Merz „eine glückliche Hand und loyale Mitarbeiter“.

Holders Nachfolgerin, Kreisbereitschaftsleiterin Helga Krajka und Kreisbereitschaftsleiter Dietmar Dieter dokumentierten mit ihrer Präsentation, welche Entwicklungen und Fortschritte Holder in seiner Amtszeit bewirkt hatte. „Deinem Motto 'Wenn, dann richtig, und dann auch professionell' bist du immer treu geblieben“, lobte Dieter. Im Namen aller Ehrenamtlichen im Kreisverband bedankten sich Merz, Krajka und Dieter für die Chancen, die Holder ihnen gegeben habe.

„Das neue Gebäude ist Ausdruck des Anspruchs, den sie an ihre Arbeit haben“, erklärte Matthias Frankenberg, erster Landesbeamter, und dankte Holder im Namen von Landrat Günther-Martin Pauli für die enge und gute Zusammenarbeit mit dem Zollernalbkreis.

„Von ihnen haben wir gelernt, dass das Ehrenamt zu belohnen ist“, sagte Hans Willi Kies, Geschäftsführer der AOK Neckar-Alb. Er sprach aus, was die Redner nach ihm bestätigten: „Rolf Holder hinterlässt große Fußstapfen.“ Bei Holders Nachfolgerin Merz sei er sich jedoch sicher, dass sie „eigene Spuren“ hinterlassen werde.

Armin Welteroth bedankte sich im Namen der DRK-Landestarifgemeinschaft für die jahrelange gute Zusammenarbeit. „Sie waren eine treibende Kraft im Zusammenschluss der badischen und baden-württembergischen Tarifgemeinschaft“, lobte er.

„Sie haben dazu beigetragen, dass aus Einzelkämpfern echte Teamarbeiter wurden“, erklärte Frieder Frischling vom Kreisgeschäftsführerausschuss. Wolfgang Jetter, Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender, überbrachte Glückwünsche aus dem ganzen Kreis. Für seinen Verdienst um die integrierte Rettungsleitstelle verlieh er Holder die silberne Ehrennadel des deutschen Feuerwehrverbandes. Bruno Gross, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Tübingen, bezeichnete Holder als den „Prototyp eines Schwaben“, den er sehr schätzen gelernt habe. An seine neue Kollegin Carmen Merz gerichtet versicherte er: „Der Kreisverband Zollernalb ist bei dir in guten Händen.“

„Ich lasse sie ungern in den Ruhestand gehen“, räumte Helmut Reitemann, Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes Zollernalb, ein. „Auf sie konnte ich mich zu hundert Prozent verlassen“, betonte er.

„Warum wir beide Anlässe in einem vereint haben? Es kostet bloß einmal Geld“, ergriff Holder das Wort und erntete wissende Lacher. Der zuvor als sparsam, offen und engagiert gelobte scheidende Geschäftsführer gab offen zu: „Ich kann nur schwer mit Lob umgehen“. Schließlich habe er nur das getan, war zu tun war. Dennoch falle es ihm nicht leicht, Abschied zu nehmen. „Ich bin dankbar für die vielen Begegnungen mit hochengagierten Menschen“, betonte er. Dass seine Nachfolgerin ihr Amt ausfüllen wird, daran ließ er keine Zweifel. „Du weißt was auf dich zukommt und du hast mein volles Vertrauen“, erklärte er.

Sichtlich gerührt wandte Holder sich dann an seinen Frau Marianne: „Du hast mir immer den Rücken gestärkt und ich bin glücklich, eine solch gute Ehefrau zu haben.“

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