„Es ist ein tolles Gefühl“

Der neue Ratshausener Bürgermeister Heiko Lebherz hat diese Woche schon die ersten Termine

Ratshausen, 20.07.2010 von Rosalinde Conzelmann

Gestern hatte Heiko Lebherz noch frei – sein letzter Urlaubstag nach vier Wochen intensivem Wahlkampf. Sein Einsatz hat sich gelohnt: Seit Sonntag ist der 27-Jährige Bürgermeister von Ratshausen.

Den 18. Juli wird der Weilstetter so schnell nicht vergessen: Als jüngster von insgesamt vier Kandidaten konnte er bei der Bürgermeisterwahl im ersten Anlauf über die Hälfte der gültigen Stimmen auf sich vereinen – ein beeindruckender Durchmarsch! Nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses – „das war ein tolles Gefühl“, sagt Lebherz – hat er noch lange vor dem Rathaus Hände geschüttelt und Glückwünsche von allen Seiten entgegengenommen. „Danach haben wir noch die Gaststätten im Ort besucht und anschließend im Kreise unserer Familie gefeiert“, erzählt er.

Bis nach Mitternacht habe das Telefon geklingelt. „Und gestern ging es schon morgens um 5.30 Uhr weiter“, sagt Lebherz, der gestern noch frei hatte. Seinen Chef auf dem Reutlinger Rathaus hat er bereits telefonisch über seinen Wahlsieg informiert. Wann Lebherz seinen letzten Arbeitstag bei der Reutlinger Behörde hat, steht allerdings noch nicht fest. „Ich muss das jetzt alles in Ruhe abklären“, sagt er. „Schön wäre es natürlich, wenn wir einen nahtlosen Übergang hinbekommen.“ Das würde bedeuten, dass er spätestens am Montag, 13. September das Chefzimmer im Ratshausener Rathaus bezieht. Sein Amtsvorgänger Michael Maier wird an diesem Tag das Winterlinger Bürgermeisteramt antreten.

Lebherz wird diese Woche schon die ersten Termine wahrnehmen: „Michael Maier hat mir angeboten, ihn zu begleiten.“ So wird Lebherz am Mittwoch bei Maiers interner Verabschiedung im Kreise seiner Ratskollegen dabei sein. Die Gemeinderatssitzung beginnt um 19 Uhr. Auch am Donnerstagabend bei der nichtöffentlichen Sitzung des Gemeindeverwaltungsverbandes wird Maier seinen Nachfolger vorstellen.

Es ist ja bekannt, dass Lebherz ein leidenschaftlicher Rotkreuzler ist und das Amt des stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiters inne hat. Er geht davon aus, dass er dieses Amt auch zukünftig ausführen wird. „Wir sind um Dietmar Dieter ein Team von vier Stellvertretern, und ich kann mit der Stundenzahl zurückfahren“, sagt er. Sein Wahlsieg bringt auch für den Weilstetter Ortschaftsrat, dem der Sozialwirt angehört, eine Veränderung mit sich. „Das muss ich noch mit Ortsvorsteher Kurt Haigis abklären“, meint Lebherz, der aber davon ausgeht, „dass die Übergabe reine Formsache sein wird“. Der 27-Jährige kann es noch immer nicht fassen, dass sein Wunschtraum, Bürgermeister zu werden, nun so schnell wahr geworden ist.

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