Junge Polen zu Gast bei Freunden

Schild am Ortsteingang kündet von der Partnerschaft mit Izbica – Herzlicher Empfang

Winterlingen, 13.07.2010 von Volker Schweizer

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Seit gestern kündet ein Schild am Ortseingang bei der Realschule von der Partnerschaft mit Izbica. Angebracht wurde es von polnischen Schülern, die seit Sonntagmittag in der Gemeinde zu Gast sind.

Dem feierlichen Akt ging eine kleine Feierstunde voraus. Dort bereiteten die Winterlinger den rund 20 Jungen und Mädchen aus dem Südosten Polens einen freundlichen Empfang.

Bevor Bürgermeister-Stellvertreter Heiner Schuler die Gäste mit herzlichen Worten begrüßte, servierten der künftige Rathaus-Chef Michael Maier und Hauptamtsleiter Ludwig Maag den jungen Besuchern gekühlte Erdbeerschnittchen und Kaffee. Auch Brunhilde Diehl, die in Winterlingen für die Kultur zuständig ist und demnächst in den Ruhestand geht, war anwesend. „Sie und ihr Bruder Ludwig haben ein großes, weites Herz für Izbica“, betonte Schuler. Seine Rede wurde von Justyna Kobylarz, die zur Zeit bei der Gemeindeverwaltung ein Praktikum macht, übersetzt.

Seit 1999 ist die Realschule mit dem Lizeum Izbica-Tarnogora befreundet, die Partnerschaft auf Gemeindeebene besteht seit drei Jahren. Nachdem Heiner Schuler Wissenswertes über Winterlingen erzählt hatte, dankte er Rektor Gustav Kleiner, Karl-Otto Gauggel, Jozef Grzesiuk und Anna Mrozek: „Ohne sie wäre der Austausch nicht möglich gewesen“. Auch Elfriede Oswald begleite die Schulpartnerschaft mit viel Herz.

Die Gäste erfuhren zum Beispiel von den Besuchen Albert Einsteins bei Pater Camillo Brandhuber in Benzingen. Einstein habe hinterher vom Essen und den Menschen auf der Alb nur so geschwärmt. Diese Begeisterung erhofft sich Schuler auch von den jungen Polen.

„Ich bin froh, bei den Freunden in Winterlingen zu sein“, begann der Direktor des Lizeum Izbica- Tarnogora, Jozef Grzesiuk, seine Rede. Dass Deutsche und Polen zusammen am gemeinsamen Europa bauen, stellte er besonders heraus. Den künftigen Bürgermeister Michael Maier lud er zum Erntedankfest nach Izbica ein.

Nachdem sich beide Seiten gegenseitig beschenkt hatten – von den Winterlingern gab es schwarz-rot-goldene Sonnenbrillen, von den Polen einen Reiseführer – sprach Heiner Schuler den Wunsch aus, dass der gegenseitige Umgang bald so selbstverständlich sei wie der zwischen Deutschen und Franzosen. Die Verbindung zwischen Winterlingen und Izbica sei mehr als nur formell. „Es sind schon viele Freundschaften erwachsen und gewachsen.“

Vor der über 30-stündigen Rückreise wartet auf die jungen Polen in dieser Woche noch ein umfangreiches Ausflugsprogramm.

 

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