Eine Technologie der Zukunft

Erste Balinger Innovationskonferenz beschäftigt sich mit der Biotechnologie

Balingen, 12.07.2010

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Eine der interessantesten Zukunftstechnologien, die Biotechnologie, wurde im Rahmen der ersten Balinger Innovationskonferenz vor interessierten Unternehmensvertretern vorgestellt.

Biotechnologie bietet viele Lösungen für die Zukunft: neuartige Medikamente oder umweltschonende Verfahren. Auch für die Unternehmen in der Region bieten sich neue Potentiale. Auf Einladung der Wirtschaftsförderung Balingen präsentierte die BioRegio Stern Management GmbH das Zukunftsthema. „Stern“ steht für die Regionen Stuttgart und Neckar-Alb, sowie für die Städte Stuttgart, Tübingen, Esslingen und Reutlingen. Sie fördert im öffentlichen Auftrag und Interesse die Biotechnologie in der gesamten Region.

Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Helmut Reitemann führte Dr. Manfred Kauer zunächst in die generelle Thematik ein und stellte die Möglichkeiten anhand von vier verschiedenen Anwendungen anschaulich dar. Der Geschäftsführer der BioRegio Stern Dr. Klaus Eichenberg zeigte anschließend die wirtschaftlichen Perspektiven auf. Biotechnologie ist auf dem Weg zur nächsten maßgeblichen Technik zu werden, die unser Leben weltweit nachhaltig beeinflusst. Seit 2003 wird beispielsweise in den Biotechnologie-Unternehmen weltweit mehr Geld in Forschung und Entwicklung investiert als in der gesamten Pharmabranche. In den USA ist die Biotechnologie bereits viel weiter, das Denker- und Tüftlerland Baden-Württemberg hat jedoch die allerbesten Chancen schnell aufzuholen.

In einem Praxisteil berichtete der Geschäftsführer des Bodelshausener Unternehmens Joma Polytec Alexander Maute über seine Erfahrungen mit der Biotechnologie. Beheimatet in der Welt des Kunststoffs, ist er über die BioRegio Stern mit der Thematik in Berührung gekommen. Er sieht Chancen für hiesige Unternehmen, wenn sie bereit sind, sich in Netzwerken einzubringen, um „alte“ in „neue“ Technologien umzusetzen. Desweiteren sollten sie einen langen Atem mitbringen, sich Sprachkenntnisse aus der Forschung aneignen und auch Entwicklungsleistungen mittragen. Das „Netzwerken“ wurde von ihm in Form einer Frage-Antwortrunde unmittelbar umgesetzt.

Dr. Kathrin Ballesteros zeigte am Schluss die Finanzierbarkeit von Projekten auf. Neben den bekannten Förderprogrammen wie ZIM oder den Innovationsgutscheinen, wurde auch detailliert auf das Programm KMU Innovativ des Ministeriums für Bildung und Forschung, sowie das Innovationsprogramm der MBG-Bank eingegangen.

Oberbürgermeister Reitemann bedankte sich in seinem Fazit bei den Vortragenden und den teilnehmenden Firmen, von denen sich bereits einige in der Biotechnologie engagieren: „Die BioRegio Stern-Karte kann jetzt in Balingen um einige Farbpunkte ergänzt werden“, regte er an.

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