Der Wahlkampf beginnt
Wer wird neuer Rathaus-Chef? – Heute Stellenausschreibung
Obernheim, 09.07.2010 von Volker Schweizer
Am Sonntag, 10. Oktober, sind die Einwohner aufgerufen, einen Nachfolger für Georg Maier zu wählen. Der Bürgermeister kandidiert nach drei Amtsperioden nicht mehr.
Heute wird der Ring freigegeben: Im Staatszeiger von Baden-Württemberg und im Mitteilungsblatt der Gemeinde Obernheim ist die Stellenausschreibung abgedruckt. Damit sind Bewerbungen frühestens ab morgen, Samstag, zulässig. Ob das Bewerber-Karussell in Fahrt gekommen ist, wird spätestens am Montag, 13. September, 18 Uhr, zu erfahren sein. An diesem Tag endet die Bewerbungsfrist.
Sollte bei mehreren Kandidaten kein Bewerber die absolute Mehrheit erreichen, gibt es am Sonntag, 24. Oktober, eine weitere Wahl. Die Unterlagen möglicher Aspiranten müssten dann bis spätestens Mittwoch, 13. Oktober, 18 Uhr, im Rathaus vorliegen.
Bereits im März hatte Georg Maier angekündigt, dass er nicht noch einmal den Hut in den Ring schmeißt. „Ich möchte meine angeschlagene Gesundheit entlasten“, begründete er damals seine Entscheidung. Seine Amtszeit endet am 31. Dezember.
Dem „Neuen“ oder der „Neuen“ mangelt es sicherlich nicht an Arbeit. Weil die Gemeinde Obernheim finanziell nicht auf Rosen gebettet ist, sind die Spielräume zwar gering, Aufgaben gibt es aber genug. So ist nach wie vor der Umzug des Kindergartens in die Grundschule noch nicht spruchreif. Der Hochwasserschutz, die Bürgerstiftung, das Mehrgenerationenhaus, die „neue“ Bauhofhalle und die Einführung des neuen Rechnungswesen „Doppik“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Albstadt sind sicherlich weitere Themen auf der (langfristigen) Agenda.
Da die Fasnet einen hohen Stellenwert im Dorf genießt, werden die Obernheimer sicherlich auch genau schauen, ob der neue Rathaus-Chef der Narretei zugetan ist. Denn mit der Amtsübernahme am 1. Januar 2011 schwingen schon bald die Hexen ihre Besen. Georg Maier, ein gebürtiger Zepfenhaner, war dem Maskenzauber immer sehr zugetan. Nicht von ungefähr wurde er deshalb zur „Ehrenhexe“ gesotten.
